Hund besteigt mich
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Hund besteigt mich? 7 Ursachen & Lösungsvorschläge vom Profi

Hilfe, mein Hund besteigt mich! Eine Angewohnheit, die für Dich nur unwesentlich unangenehmer sein dürfte, als: Hilfe, mein Hund besteigt andere Menschen! 

Diese Marotte ist etwas, für das Hunde nichts können. Denn Auslöser und Motivator gleichermaßen sind die Hormone. 

Was Du in so einem Fall tun kannst? Finde es in unserem folgenden Ratgeber heraus!

Inhaltsverzeichnis

Hund besteigt mich – Ursachen

hund besteigt

Ursachen, warum Dein Hund Dich besteigt, gibt es mehrere. In der Regel kannst Du diese auch erfolgreich in den Griff bekommen – und das ist gar nicht mal so schwer.

Hormone

Nicht alle Hormone sind schuld daran, wenn Du ebenfalls sagst: Meine Hündin besteigt mich! Genau genommen ist es nur eine kleine Gruppe von Hormonen, die hier für Ärger und Peinlichkeit sorgen: Die Sexualhormone.

Ist eine Hündin läufig oder ist ein Hund paarungsbereit, übernimmt die Natur die Kontrolle über einige Verhaltensweisen.

Das heißt dann auch, dass alles besprungen wird, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Oder so ähnlich.

Schlechte Erziehung

Auch die Sozialisierung kann eine Ursache dafür sein, wenn ein Hund seinen Halter bespringt. Generell lernen Welpen bereits sehr früh, was erlaubt ist und was nicht.

Was also, wenn das Besteigen von Personen, Objekten und anderen Tieren immer ok war? Dann wird Dein Hund dieses Verhalten beibehalten. Schließlich hat ihm ja keiner gesagt, dass es eben nicht in Ordnung ist.

Dominanzverhalten

Ein weiterer Grund liegt hierin: Dein Hund möchte Dir zeigen, wer der Stärkere und damit der Dominantere von euch beiden ist. Um das zu tun, besteigt er Dich. Und zeigt Dir damit: Ich bin hier der Boss!

Langeweile

Hunde brauchen jeden Tag ein gewisses Maß an Abwechslung und Beschäftigung. Manche Rassen und Hunde mehr, manche weniger.

Bekommen sie diese nicht, kann das schnell zu Langeweile führen. Diese äußert sich nicht nur darin, dass Dinge angebissen und gefressen werden.

Auch das Besteigen von Objekten, Menschen und Tieren kann eine Ausdrucksform dieser Langeweile sein.

Stress & Angst

Stress und Angst können bei Hunden zu den ungewöhnlichsten Ausdrucksformen finden. Hier gilt, dass jeder Hund anders auf diese Emotionen reagiert. Verstecken sich einige oder wirken apathisch, fangen andere an, zu besteigen.

Kommunikationsstörung

Hunde nutzen unter anderem ihre Körpersprache, um sich miteinander zu verständigen. Diese ist in der Regel sehr klar und keineswegs „grenzwertig“.

Kommt es nun aber zu einer Störung in der Kommunikation, kann dies ebenfalls dazu führen, dass ein Hund zum Besteigen übergeht.

Gesundheitliche Beschwerden

Auch eine Erkrankung oder Beschwerden können die Ursache dafür sein, dass Dein Hund Dich besteigt.

Vor allem dann, wenn diese im Bauchbereich liegen und Schmerzen verursachen. Durch die Hüftbewegung beim Besteigen werden diese Beschwerden zumindest kurzfristig gelindert.

Schon gewusst?

Zu den Beschwerden können unter anderem eine Harnwegserkrankung oder eine Hüftdysplasie gehören.

Wie kann ich meinem Hund das Besteigen abgewöhnen?

hund bsteigt spielzeug

Besteigt Dein Hund alles, was ihm in den Weg kommt? Dann können die nachfolgenden Tipps Dir möglicherweise dabei helfen, Deiner Fellnase dieses Verhalten wieder abzugewöhnen.

Wichtig ist aber zunächst, dass Du eine Erkrankung ausschließen kannst. Gegebenenfalls kann hier ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll sein.

Dieser kann übrigens auch herausfinden, ob Stress oder Angst das Besteigen ausgelöst haben.

Bevor Du diesen Gang antrittst, kannst Du Dir folgende Fragen stellen:

  1. Wie oft tritt das Verhalten auf?
  2. Wer oder was wird bestiegen?
  3. Was macht Dein Hund vor und nach dem Besteigen?

Je nachdem, was die Ursache ist, kannst Du wie folgt reagieren: Zunächst auf gar keinen Fall Deinen Hund anschreien oder beschimpfen. Denn das verstärkt die Verunsicherung. Und er macht ja strenggenommen auch nichts „falsch“.

Wichtig ist, dass Du ihm deutlich machst, dass Besteigen einfach nicht „zum guten Ton“ gehört. Ignorierst Du das Verhalten, belohnst dafür ein „gutes“ Verhalten, kann sich Dein Hund das Besteigen abgewöhnen.

Ebenfalls solltest Du ruhig bleiben. Denn Deine Anspannung überträgt sich auf Deine Fellnase. Bist Du also entspannt, ist es in der Regel auch Dein Vierbeiner.

Nicht zuletzt können antrainierte Kommandos helfen, Deinen Hund vom Besteigen abzuhalten. Beispielsweise „Bleib“ oder „Sitz“.

Ich komme nicht weiter – Macht ein Hundetrainer Sinn? 

Natürlich möchtest Du erst einmal versuchen, Deinem Hund dieses Verhalten selber abzugewöhnen. Und das kann durchaus auch von Erfolg gekrönt sein.

Was aber, wenn all unsere Tipps nichts bringen? Hier kann ein Hundetrainer helfen. Und dabei spielt es keine Rolle, wie jung oder alt Dein Hund ist.

Diese Hilfe von außen ist durchaus sinnvoll. Denn Dein Hund hat ja bei Dir schon gemerkt, dass er seinen eigenen Kopf doch durchsetzen kann.

Ein Hundetrainer zeigt ihm dagegen zum einen, dass Kommandos zu befolgen sind. Zum anderen unterstützt er auch Dich dabei, selbstbewusster aufzutreten. Kurzum: Eine Win-win-Situation sowohl für Dich als auch für Deinen Vierbeiner.

Fazit

Wenn Dein Hund oder Deine Hündin Dich besteigt, ist das natürlich unangenehm bis peinlich. Wie unser Ratgeber gezeigt hat, gibt es hierfür unterschiedliche Ursachen. Ebenso gibt es einige kleine und einfache Tricks, den Vierbeinern diese Marotte abzugewöhnen.

Hast auch Du schon diese Erfahrung mit Deiner Fellnase gemacht? Wie sahen diese aus und wie hast Du ihm oder ihr das Besteigen abgewöhnt? Teile dies gerne in den Kommentaren mit uns.

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