Labrador Schäferhund Mix
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Labrador Schäferhund Mix: Der Sheprador im Portait (Mit Bildern)

Der Labrador Schäferhund Mix ist eine moderne und junge Mischrasse aus dem Deutschen Schäferhund und dem Labrador Retriever.

Das Ziel der Züchter war, die besten Eigenschaften beider Hunderassen zu vereinen und typische Rassekrankheiten zu minimieren.

Oftmals wird diese Rasse auch nur kurz Sheprador genannt. Diese Bezeichnung setzt sich aus dem englischen Wort Shepherd und Labrador zusammen.

Das Wichtigste in Kürze zum Labrador Schäferhund Mix:

Größe & Lebenserwartung

  • Ausgewachsene Rüden: 29 bis 40 Kilogramm
  • Hündinnen: 22-32 Kilogramm
  • Lebenserwartung 10-14 Jahre

Charakter: freundlich, ausgeglichen, intelligent, wissbegierig und lernfähig, beschützerisch, aktiv, gehorsam und loyal

Besonderheit: Der Sheprador ist keine Coach-Potatoe. Er fühlt sich schnell körperlich und geistig unterfordert und sollte deshalb nur in sehr aktive Familien gelangen

Aussehen 

Die Eltern des Schäferhund Labrador Mischlings sind beide Arbeitshunde, die aufgrund ihrer Aufgaben einen sehr kräftigen Körperbau haben. Somit hat auch der Mischling eine kräftige Statur.

Während der Schäferhund spitze und aufstehende Ohren besitzt, hat der Labrador Schlappohren. Je nach dominierenden Elternteil übernimmt der Sheprador dessen Ohrenform. Überwiegend hat er jedoch die Ohren des Labradors.

Der Schäferhund Labrador Mix hat blaue oder braune Augen. Die Schnauze ist bei nahezu allen Mischlingen schwarz.

Größe & Gewicht

Der Deutsche Schäferhund ist etwas größer und schwerer als der Labrador.

Schäferhundrüden werden zwischen 60 und 65 Zentimeter groß, Hündinnen zwischen 55 und 60 Zentimeter.

Bei männlichen Labradoren liegt die Spanne zwischen 57 und 62 Zentimetern, bei den Weibchen wie beim Schäferhund bei 55 bis 60 Zentimetern.

Entsprechend liegt beim Mischling die Größe innerhalb dieser Spannen.

Auch beim Gewicht liegt der Schäferhund Labrador Mischling im Bereich beider Elterntiere.

Dieses beträgt bei männlichen Labradoren 29 bis 36 Kilogramm, bei den Weibchen 25 bis 32 Kilogramm.

Schäferhundrüden bringen zwischen 30 und 40 Kilogramm auf die Waage. Schäferhündinnen sind mit 22 bis 32 Kilogramm deutlich leichter.

Farben & Fellbeschaffenheit

Mischlingshunde sind im Bezug auf die möglichen Fellfarben meist wahrliche Überraschungspakete. 

Je nachdem, welcher Elternhund bei der Kreuzung den dominanteren Teil hatte, kann der Sheprador die typischen Fellfarben eines Elternteils komplett übernehmen.

Es können jedoch auch neue Mischfarben aus den Farbpigmenten beider Hunderassen entstehen.

In den meisten Fällen hat der Labrador jedoch den größeren Einfluss und wird beim Mischling dominieren. Hier liegt die Farbpalette bei Gelb, Schokobraun oder Schwarz.

Für Mischfarben sorgt der meist kleinere Anteil des Schäferhundes, sodass der Mix das Schäferhund typische zweifarbige Aussehen in Schwarz und Loh oder Rot mit schwarzem Mantel erhalten kann.

Schäferhund Labrador Mischlinge haben einen sogenannten Doppelmantel. Dieser hat eine kurze Unterwolle und dichtes Deckhaar.

Labradore können sowohl ein kurzes, als auch mittellanges Haarkleid besitzen. Beim Mischling dominiert meist das längere Fell des Schäferhundes.

Charakter & Wesen vom Labrador Schäferhund Mix

Beide Elternrassen sind Arbeitshunde und haben ähnliche Charakteristika. 

Eine starke Bindung zu ihrem Menschen und zur Familie bauen beide Rassen auf und haben damit auch einen hohen Beschützerinstinkt.

Der Schäferhund ist dabei etwas misstrauischer und zurückhaltender gegenüber Fremden, während der Labrador zutraulicher und kontaktfreudiger ist.

Der Labrador Schäferhund Mischling vereint gewissermaßen alle dieser Eigenschaften.

Wesenszüge, die beide Elternteile gemeinsam haben, spiegeln sich ohnehin im Mischling wider. 

So ist der Sheprador ein sehr intelligenter Hund, hat einen hohen Lern- und Arbeitswillen, ist konzentriert und gehorsam.

Er möchte seinem Besitzer gefallen und ihn mit seinem Lerneifer und Können beeindrucken.

Der Sheprador hat viel Temperament und ist sehr agil und aktiv.

Dieser Hund kommt sehr gut mit Kindern oder anderen Haustieren zurecht. Dabei hat er eine freundliche, ausgeglichene und sanftmütige Natur und ist daher ein ausgezeichneter Familienhund.

Haltung & Erziehung

Der Labrador Schäferhund Mix ist sehr lernfreudig und arbeitswillig und möchte seinem Besitzer gefallen. Deshalb benötigt er Aufgaben und eine Beschäftigung, die ihn nicht unterfordert.

Wird es dem Sheprador langweilig, macht er auch schon einmal Unsinn oder knabbert an Kleidung und Einrichtung. Wird Langeweile zu einem anhaltenden Zustand, kann sich aus dem von Natur aus sanftmütigen Hund schnell ein “Problemhund” entwickeln.

Agility und Hundesport sowie Denkspiele sollten von Anfang an in Betracht gezogen werden, um den Vierbeiner geistig und körperlich zu fordern und zu fördern.

Das macht auch deshalb Sinn, weil der Sheprador ein sehr agiler und aktiver Hund ist und einen hohen Bewegungsdrang hat.

Für Couch-Potatoes ist dieser Hund definitiv nicht geeignet. Der Sheprador benötigt viel Auslauf und sollte daher mindestens zwei Stunden Tag die Gelegenheit haben, sich austoben zu können.

Da Shepradore äußerst lernfähig, intelligent und gehorsam sind, ist es relativ einfach sie zu erziehen und somit auch für Anfänger gut geeignet.

Die Hunde vertragen sich gut mit anderen Tieren und Kindern und gewöhnen sich auch an Fremde recht schnell.

Damit sich die Vierbeiner sich aber etwaige Macken gar nicht erst angewöhnen, ist eine frühzeitige Erziehung und Sozialisierung, wie eigentlich bei jeder Hunderasse, sehr wichtig.

Zucht & Gesundheit 

Mischlinge werden nicht nur gezüchtet, um die besten Eigenschaften aus zwei verschiedenen Rassen in einer Kreuzung zu vereinen.

Ziel ist es auch die charakteristischen Krankheiten der jeweiligen Rasse zu minimieren.

Weisen beide Hunderassen die gleichen häufigen Erkrankungen auf, kann sich das auch auf den Mischling übertragen. Dieser Effekt wird auch “Crossover-Erkrankung” genannt.

Aufgrund des ähnlichen Körperbaus beider Eltern des Sheprador, kommen auch bei ihm Hüft- und Ellenbogendysplasien vor. 

Beide Hunderassen haben eine massive Statur. Der hohe Bewegungsdrang sorgt dabei zusätzlich zu einem frühzeitigen Verschleiß der Gelenke.

Eine Progressive Netzhautatrophie kann bei den Mischlingen ebenfalls auftreten. Es handelt sich hier um eine Augenerkrankung, von der der Labrador besonders betroffen ist.

Der Labrador Schäferhund Mischling neigt oft auch zu Übergewicht. Auch dieses Erbe ist mehr dem Labrador zuzurechnen.

Da Labradore oft alles fressen, was ihnen sprichwörtlich unter die Nase kommt, neigen auch die Mischlinge dazu, zu viele Pfunde zuzulegen.

Eine gesundene und ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig, zumal er als sehr aktiver Hund einen entsprechenden Energiebedarf hat.

Hochwertige Proteine sorgen für einen guten Muskelaufbau und beugen damit auch Gelenkerkrankungen vor.

Lebenserwartung

Wie bei vielen Hunderassen dieser Größe liegt das durchschnittliche Alter bei einem Sheprador bei 10 bis 14 Jahren.

Dabei hat eine artgerechte Haltung und Ernährung natürlich einen maßgeblichen Einfluss. 

Was gibt es bei Labrador Schäferhund Mix Welpen zu beachten?

Bereits die Welpen des Sheprador sind sehr aktiv. Sie sollten an die “lange Leine” gelegt werden, damit sie sich austoben und die Gegend erkunden können.

Auch sollte man dem Welpen frühzeitig seine Grenzen zeigen und mit einer guten Grundausbildung beginnen.

Irgendwelche “Flausen” sind ihm im Erwachsenenalter kaum mehr abzugewöhnen.

Auch ihre Intelligenz sollte von Anfang an mit geeignetem Spielzeug gefördert werden.

Bei der Ernährung der Welpen ist darauf zu achten, dass sie sich nicht zu schnell entwickeln, um typischen Gelenkerkrankungen oder Übergewicht Vorschub zu leisten.

Für die Wahl eines Welpen sollten nur seriöse und vertrauenswürdige Züchter in Betracht gezogen werden. Im Internet  Webseiten von Züchtern zu suchen macht dabei mehr Sinn als in Anzeigenportalen zu stöbern.

Gerade bei Mischlingen sind nicht alle Züchter in Vereinen organisiert und können entsprechende Qualitätssiegel und Stammbäume vorweisen.

Ein Hobbyzüchter sollte aber dennoch die Herkunft seiner Welpen belegen können.

Seriöse und professionelle Anbieter bieten oft an, sich vorab zu informieren und die Welpen bereits vor dem frühesten Abgabetermin von 8 bis 10 Wochen zu besuchen und kennen zu lernen. 

Übliche und realistische Preise für einen Sheprador Welpen bewegen sich zwischen 600 und 1200 Euro.

Das Aussehen und der Preis für einen Welpen sollten bei einer Kaufentscheidung nicht die einzigen Kriterien sein.

Das Temperament und der Charakter des Hundes muss nicht nur zur Wohnsituation und den Lebensumständen, sondern auch zu der künftigen Familie selbst.

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