Madenwürmer Hund
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Madenwürmer beim Hund: Symptome & richtige Behandlung

Madenwürmer beim Hund sind weder für den Vierbeiner, noch für Hundebesitzer eine schöne Angelegenheit. 

Bei Madenwürmern handelt es sich wohl um einen der Parasiten, den man wirklich nicht gesehen haben muss. 

Ähnlich denkt übrigens auch Dein Hund. Denn Madenwürmer sind unangenehm und mit Gesundheitsrisiken verbunden. Alles zu diesem Parasiten erfährst Du im folgenden Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

Symptome: Wie entdecke ich Madenwürmer beim Hund?

Um überhaupt zu wissen, ob sich Deine Fellnase einen solchen Parasiten eingefangen hat, beginnen wir mit den Madenwurm-Symptomen.

Anhand dieser kannst Du überprüfen, ob diese tatsächlich bei Deinem Hund vorhanden sind, um dann entsprechend handeln zu können. Denn diese müssen nicht auf den ersten Blick sofort ersichtlich sein.

Da sich diese Biester vor allem im Darmtrakt ansiedeln, haben die meisten Madenwurm-Symptome auch dort ihren Ausgang.

Hast Du den Verdacht, dass Dein Hund einen Madenwurm-Befall hat, kannst Du diesen unter anderem hieran erkennen: 

Dein Hund erbricht sich, er leidet unter Verstopfung, er hat einen geringeren Appetit und verliert in der Folge an Gewicht.

In einigen Fällen kann es auch sein, dass der erkrankte Hund kleine weiße Würmer im Kot hat und diese über diesen ausscheidet. In diesem Fall weißt Du sicher, dass er Madenwürmer hat. 

Zusätzlich kann es sein, dass die Würmer sich auch in der Anus-Region Deines Hundes finden.

Interessant:

Wurm ist nicht gleich Wurm. Und so gibt es neben dem Madenwurm unter anderem noch den Bandwurm, den Fuchsbandwurm, den Fadenwurm, den Spulwurm und den Herzwurm.

Während die meisten Würmer sich vor allem in der Schleimhaut von Magen und Darm ansiedeln, kann der Herzwurm – der Name verrät es bereits – das Herz eines erkrankten Tieres befallen.

Wann sollte ich wegen Würmern zum Tierarzt?

Hund beim Tierarzt

Parasiten – egal, ob Würmer, Flöhe oder Zecken – haben eine unangenehme Eigenschaft. Sie rufen in der Regel eine Reihe an Erkrankungen hervor, sogenannte Sekundärinfektionen.

Gerade Würmer sorgen bei befallenen Hunden für Gewichtsverlust und eine erhebliche Störung des Magendarmtraktes. Hat Dein Hund Madenwürmer, solltest Du auf jeden Fall mit ihm zum Tierarzt gehen.

Er kann Dir entsprechende Medikamente gegen den Wurmbefall mitgeben. Sollte es zu einer ernsten Infektion gekommen sein, sind unter Umständen auch Antibiotika notwendig.

Gut zu wissen:

Madenwürmer sind vor allem für Welpen und junge Hunde gefährlich. Denn sie können zu Wachstumsstörungen führen. Und diese wiederum wirken sich auf die allgemeine Gesundheit des noch wachsenden Hundes aus.

Was kann ich selbst gegen Madenwürmer tun?

Ein Wurmbefall ist nicht schön – weder für Dich noch für Deinen Hund. Doch was kannst Du selber gegen Madenwürmer tun?

Medikamente

Zum einen gibt es Medikamente, die den lästigen Parasiten den Garaus machen. Dazu zählen unter anderem die Arzneimittel Pyrvinium/Molevac und Niclosamid/Yomesan sowie Praziquantel.

Diese Mittel sorgen dafür, dass sich die Würmer verkrampfen und absterben. So können sie vom Hund einfach über den Kot ausgeschieden werden.

Hausmittel

Nicht immer muss es die „Chemiekeule“ sein. Auch einige Hausmittel sollen bei einem Befall mit Madenwürmern wirksam sein.

Dazu gehört unter anderem ein Extrakt aus Sägepalmen. Bitte beachte bei Hausmitteln, dass diese aus Dingen bestehen, die für Deinen Hund unbedenklich sind.

Eine Knoblauch-Kur bietet sich beispielsweise nicht an. Denn sämtliche Zwiebelgemüse sind für unsere Vierbeiner in bestimmten Dosen lebensgefährlich.

Wie kann ich Würmern künftig vorbeugen?

Eines der bei vielen Hundebesitzern unbeliebten Zauberwörter lautet: Spot-On. Hierbei handelt es sich um chemische Parasitenbekämpfer. Diese werden in der Regel zwischen die Schulterblätter des Hundes direkt auf die Haut aufgetragen.

Ein solches Spot-On hilft meist nicht nur gegen Würmer aller Art – also zum Beispiel Madenwürmer, Herzwürmer oder Spulwürmer. Es ist auch effektiv gegen andere Parasiten wie Flöhe und Zecken.

Auch helfen Wurmkuren, beispielsweise als Tabletten, Würmern vorzubeugen. Die Vorbeugung durch Wurmkuren ist allerdings auch umstritten, da sie viele Nebenwirkungen haben. Vielen Hunden geht es nach der Wurmkur nicht gut.

Gut zu wissen:

In der Regel gibt es „Parasiten-Stoßzeiten“, vor allem im Frühling und im Sommer. Hier kann eine regelmäßige Wurmkur oder Anti-Parasiten-Behandlung sehr sinnvoll sein.

Sind Madenwürmer auf Menschen übertragbar?

Die klare Antwort auf diese Frage lautet leider: Ja! Madenwürmer sind auf Menschen übertragbar. Generell erfolgt die Infizierung mit den Parasiten über den sogenannten Anus-Finger-Mund-Kontakt.

Nun wirst Du denken, dass Du Deinem Hund wohl eher selten am Popo herumfasst. Dennoch kann es schon beim Aufsammeln des Kotes passieren, dass ein Fitzelchen auf Deinen Fingern landet. Die weitere Infektions-Reihenfolge erklärt sich dann von selbst.

Bei einem Wurmbefall ist es demnach noch wichtiger, sich die Hände gründlich zu waschen und zu desinfizieren.

Gut zu wissen:

Ein Parasitenbefall heißt immer auch eine noch genauere Hygiene. Diese umfasst nicht nur das Händewaschen. Auch die Wohnung reinigen –  inklusive sämtlicher Oberflächen – gehört dazu.

Denn: Die Wurmeier können „in freier Natur“ leider sehr lange überleben und so einen erneuten Wurmbefall auslösen.

Fazit

Madenwürmer gehören zweifelsohne zu den sehr ekligen Vertretern unter den Hunde-Parasiten. Darüber hinaus ist mit den kleinen, weißen Würmer auch aus gesundheitlicher Sicht nicht zu spaßen. 

Denn Folgeinfektionen sind leider keine Seltenheit. Und auch für Dich als Hundehalter bergen die Madenwürmer – so, wie alle anderen Wurmarten auch – Gefahren. 

Haben Dein Hund und Du bereits Erfahrungen mit Madenwürmer gemacht? Dann teile diese gerne mit uns in den Kommentaren.

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