Anämie Hund einschläfern
Julia

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Anämie beim Hund: Einschläfern oder nicht? Wir klären auf

Bei einer Anämie handelt es sich um eine Blutarmut. Das bedeutet, dass vom Körper des Hundes mehr rote Blutkörperchen abgebaut als gebildet werden. 

Bei einer Anämie handelt es sich nicht um eine eigenständige Krankheit. Vielmehr handelt es sich um ein Symptom einer anderen Erkrankung. 

Ob man den Hund mit einer Anämie einschläfern muss oder nicht und wie eine Anämie behandelt werden kann, erfährst du in diesem Artikel. 

Inhaltsverzeichnis

Kurz und knapp: Ist Einschläfern bei einer Anämie beim Hund die einzige Perspektive?

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Nein. Einen Hund mit Anämie einschläfern zu lassen, ist nicht immer notwendig.

Behandelt wird immer die Ursache der Erkrankung. Je nach Erkrankung können die Behandlungen ganz unterschiedlich aussehen. 

Kommt es jedoch trotz Behandlung zu keiner Besserung und verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Hundes zusehends, kommt man nicht immer um eine Einschläferung herum. 

Dies ist jedoch stets die letzte Option, um den Hund nicht unnötig lange leiden zu lassen. 

Wann sollte ich meinen Hund bei einer Anämie einschläfern?

Wann ein Hund mit Anämie eingeschläfert werden sollte, sollte stets individuell zusammen mit dem Tierarzt entschieden werden. 

Dies ist besonders der Fall, wenn die Behandlung keine Wirkung erzielt und es dem Hund von Tag zu Tag schlechter geht. Dann würde der Hund nur leiden und hätte keine Lebensfreude mehr. 

Viele Hunde mit einer Anämie leiden unter Appetitlosigkeit und bewegen sich kaum noch. Sie haben keine Energie und liegen meistens apathisch in der Ecke. 

Das liegt daran, dass durch die verringerte Anzahl an roten Blutkörperchen das Blut nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. 

Die Lebenserwartung von Hunden mit einer Anämie sind ganz unterschiedlich. Es gibt Hunde, die nicht auf die Behandlung reagieren und schnell abbauen. 

Gleichzeitig gibt es aber auch Hunde, bei denen die Behandlung große Wirkung erzielt und sie dementsprechend noch ein langes und freudiges Leben vor sich haben. 

Ist eine Anämie bei Hunden tödlich? 

Unbehandelt kann eine Anämie bei Hunden tödlich enden. Denn die Anämie selbst ist keine eigenständige Erkrankung, sondern stets ein Symptom. 

Nicht nur die Erkrankung an sich kann für den Hund lebensgefährlich werden. Auch die Anämie kann tödlich enden, wenn man sie nicht behandelt. Durch das Ungleichgewicht an roten Blutkörperchen wird der Hund nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. 

Demzufolge kommt es zu Atemnot, Fieber, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Herzrasen. Wird die Anämie nicht behandelt, nehmen die Symptome zu und im schlimmsten Fall endet das für den Hund tödlich.

Gut zu wissen

Eine Anämie kann verschiedene Ursachen haben. Dies kann ein hoher Blutverlust oder eine Störung der Blutbildung sein. Eine Störung der Blutbildung wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst.

Dazu gehören beispielsweise Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Entzündungen, Eisenmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion. 

Auch ein erhöhter Abbau von roten Blutkörperchen, verursacht durch Tumore oder Blutparasiten, kann eine Anämie auslösen.

Wie kann ich meinen Hund bei einer Anämie unterstützen?

Genau wie wir Menschen benötigen auch Hunde ausreichend Vitamine und Nährstoffe, damit der Körper des Hundes alle wichtigen Funktionen erfüllen kann. Wusstest du, dass dein Hund Salat, Möhren und sogar Wirsing essen darf?

Eine besondere Bedeutung bei einer Anämie haben Eisen, Vitamin B12 und Proteine. Wenn dein Hund bereits unter einer Anämie leidet, kannst du mit einer entsprechenden Ernährung seine Symptome lindern und ihn bei seiner Genesung unterstützen.

Als Futter wird viel rotes Fleisch empfohlen. Auch Innereien sind sehr fördernd, da sie reich an B-Vitaminen sind. Weitere geeignete Lebensmittel sind Lachs, Thunfisch, Spinat, Bohnen, Eier, Paprika und Kohl. 

Zudem gibt es einige Hundesnacks, die mit wichtigen Vitaminen angereichert sind.

Bei der Futterumstellung solltest du langsam vorgehen und nicht direkt den ganzen Speiseplan auf den Kopf drehen. Die Verdauung deines Hundes benötigt etwas Zeit, um sich anzupassen. 

Denn beim Essen sind Hunde Gewohnheitstiere, weshalb sie bei großen Veränderungen sensibel, beispielsweise in Form von Durchfall, reagieren können.

Wie sieht die Therapie und Behandlung durch den Tierarzt aus?

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Die Therapie beim Tierarzt kann ganz unterschiedlich aussehen. Das ist immer abhängig von der Grunderkrankung. Denn in erster Linie wird die Erkrankung behandelt und nicht die Anämie an sich. 

Ist die Ursache beispielsweise eine Infektion oder Entzündung, wird die Anämie mit Medikamenten behandelt. Bei einem Tumor ist meist eine Operation unausweichlich, um ihn vollständig zu bekämpfen.

Hat der Hund eine schwere Anämie oder hat er besonders viel Blut verloren, wird meist eine Bluttransfusion verabreicht. Dadurch kann sich der Organismus des Hundes wieder erholen. Andernfalls kann die Anämie lebensgefährlich sein und der Hund muss eingeschläfert werden.

Erfahrungen von Hundebesitzern bei Anämie

Die Erfahrungen von anderen Hundebesitzern bei einer Anämie sind ganz unterschiedlich. Einige berichten, dass die Hunde die Therapie sehr gut vertragen haben. Sie konnten sich wieder vollständig erholen und haben noch ein langes Leben gehabt. 

Andere Hundebesitzer hingegen kämpfen verzweifelt mit der Anämie ihres Hundes. Keine Behandlung schlägt an und ihren Hunden geht es teilweise immer schlechter. Leider mussten einige von ihnen ihre Hunde schon gehen lassen, um das Leiden des Tieres zu beenden. 

Daran erkennt man, dass eine Anämie immer höchst individuell ist. Daher ist es wichtig, dass man einen guten Tierarzt an der Seite hat, der verschiedene Tests durchführt und eine entsprechende Behandlung in die Wege leitet. 

Teilweise wird empfohlen, sich eine zweite Meinung einzuholen, um einen anderen Blickwinkel zu bekommen oder weil bei der Diagnose auch mal etwas übersehen werden kann.

Fazit

Wenn Hunde unter einer Anämie leiden, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, um die richtige Therapie einzuleiten. Dadurch bestehen gute Heilungschancen für den Hund.

Doch nicht immer ist eine Heilung möglich. In schwerwiegenden Fällen oder wenn eine Anämie unbehandelt bleibt, kann sich der Zustand des Hundes so weit verschlechtern, dass er eingeschläfert werden muss. 

Die richtige Ernährung kann die Genesung des Hundes fördern und die Therapie unterstützen.

Hatte dein Hund bereits eine Anämie und wie wurde er behandelt?

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