Grundkommandos-Hund
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Die 7 wichtigsten Grundkommandos für deinen Hund (Video)

Es gibt einige Kommandos, die dein Hund grundlegend beherrschen sollte.

Sie erleichtern nicht nur den Alltag, sie können auch in Gefahrensituationen extrem hilfreich sein.

Welche Grundkommandos das sind, wie du deinem Hund Kommandos beibringen kannst und wie die Grunderziehung für den Hund aussieht, erfährst du in diesem Artikel. 

Kurz & Knapp: Welche sind die wichtigsten Hunde Grundkommandos?

Wir haben dir eine Hundekommando-Liste mit den 7 wichtigsten Grundkommandos für deinen Hund zusammengestellt: 

  1. Sitz – Hinsetzen
  2. Platz – Hinlegen
  3. Bleib – Am Platz bleiben
  4. Aus oder Nein – Abgeben eines Gegenstandes oder Unterlassen
  5. Hier/Komm – Herkommen
  6. Bei Fuß – Neben dir laufen
  7. Guck/Schau – Aufmerksamkeit erregen

Für mehr Tipps und Anleitungen kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen. Diese erspart dir eine langwierige Suche im Internet.

Inhaltsverzeichnis

Hundekommandos – Darum sind sie wichtig

Viele Kommandos für Hunde sind nicht immer gleich äußerst wichtig oder zählen zur Grunderziehung. Einige Tricks sind auch einfach nur süß oder sorgen für Lacher.

Aber es gibt einige grundlegende Kommandos, die dein Hund beherrschen sollte, um verschiedene Situationen im Alltag zu erleichtern und für Sicherheit sorgen. 

Die meisten Tricks kannst du deinem Hund mit Handzeichen beibringen. Trotzdem solltest du für die meisten (oder sogar alle) Tricks auch ein Kommando einführen.

So sparst du dir das Rumgefuchtel, wenn dein Hund mal etwas weiter von dir entfernt einem Kommando folgen soll.

Außerdem kannst du mit Kommandos wie “Nein!” oder “Aus!” auch dafür sorgen, dass dein Hund keine unbekannten Dinge frisst.

Zudem erlauben dir Kommandos, die die Aufmerksamkeit deines Hundes auf dich lenken, eine zuverlässige Ablenkung gegenüber anderen Hunden oder auch im Straßenverkehr.

Ab wann kann man Welpen Kommandos beibringen?

Hundekommandos

Sitz und Platz sollte jeder Hund erlernen. 

Diese Kommandos sind sogenannte Grundkommandos und gehören daher auch zur Welpenerziehung. Grundkommandos haben grundsätzlich einen logischen Sinn.

Grundkommandos kannst du beginnen, sobald du deinen Hund zu dir geholt hast und dieser die neue Wohnung kennt.

Die 7 wichtigsten Grundkommandos

Im Nachgang findest du alle wichtigsten Grundkommandos für deinen Hund mit einer Anleitung.

1. Kommando Sitz

Sitz ist das absolut bekannteste Grundkommando für einen Hund und sollte so bald wie möglich erlernt werden. Die Sichtzeichen für den Hund sind dabei besonders wichtig.

Da viele weitere Kommandos wie etwa Platz, Bleib oder Pfote auf dem Kommando Sitz beruhen, kannst du davon ausgehen, dass nahezu jede Anleitung dieses Kommando voraussetzt.

Hier findest du unsere Anleitung zum Kommando “Sitz!”

2. Kommando Platz

Platz ist das nächste wichtige Kommando für deinen Hund. Auch dieses Kommando kannst du bereits im Welpenalter üben.

Platz hat nicht nur den Vorteil, dass du deinem Hund schnell das Bleiben beibringen kannst, sondern sorgt auch für mehr Ruhe in deinem Hund.

Das Aufstehen aus der liegenden Position kostet deinen Hund deutlich mehr Zeit und Kraft als das Aufstehen aus einer sitzenden Position. So kannst du deinem Hund also sogar zu mehr Ruhe verhelfen.

Hier geht es zur Anleitung für das Grundkommando Platz. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist Sitz.

3. Kommando Bleib

Ein weiteres Grundkommando für Hunde. Bei Bleib soll dein Hund auf einer von dir ausgesuchten Stelle liegen bleiben und das so lange, bis du ihn wieder zu dir rufst. 

Dieses Kommando ist äußerst wichtig, primär, wenn du deinen Hund auch in stark besuchten Gegenden kurzzeitig alleine lassen möchtest.

Auch für dieses Kommando haben wir eine Anleitung für dich, die mit nahezu jedem Hund in fast jedem Alter funktioniert. Siehe: Hund Bleib beibringen

4. Kommando Aus oder Nein 

Für das Aus-Zeichen solltest du so schnell wie möglich sorgen. Dieses erlaubt es dir Futtermittel oder Spielzeuge gefahrlos von deinem Hund zurück zu bekommen. 

Das Nein Kommando sorgt dafür, dass dein Hund gar nicht erst damit beginnt, etwas zu fressen, was du nicht in ihm drin haben möchtest.

Theoretisch funktionieren die beiden Kommandos relativ ähnlich, jedoch lernt dein Hund sie unterschiedlich.

Beim Nein Kommando verbietest du deinem Hund ein Leckerli, auf welches du zum Beispiel draufsteht, und gibst ihm dann ein anderes.

Beim Aus Kommando gibst du deinem Hund ein Spielzeug oder einen Knochen und tauschst ihn gegen dein Leckerli aus. 

Grundsätzlich gilt, dass du deinem Hund das Essen nie einfach so wegnehmen solltest, sondern ihm immer einen guten Deal anbieten solltest.

5. Kommando Hier oder Komm

Mit dem Kommando Hier kannst du deinen Hund zu dir zurückholen oder ihn an einen bestimmten Platz schicken.

Natürlich kannst du deinem Hund für verschiedene Plätze, wie etwa sein Körbchen, auch einzelne Kommandos beibringen.

Wenn du deinen Hund aber gerne an unterschiedliche Plätze bringen willst, solltest du es mit Hier versuchen.

Hier lässt sich später auch gut mit dem Kommando Bleib verbinden.

6. Kommando Bei Fuß

Für das Kommando “Bei Fuß” benötigst du in den meisten Fällen eine Leine. Du kannst es aber gerne erst einmal ohne Leine versuchen.

Bei Fuß bringt dem Hund bei immer und verlässlich neben deinem Fuß herzulaufen. Am schnellsten ist dieser Trick beigebracht, wenn du dich mit einem Leckerli bewaffnest.

Dein Hund soll in diesem Fall deiner leeren Hand folgen. Das Leckerli tauschst du später einfach in die vorerst leere Hand.

Damit die Erklärung auch wirklich verständlich ist, sieh doch noch in diesem Artikel: Hund bei Fuß beibringen vorbei!

7. Kommando Guck oder Schau

Dafür benötigst du nur einige Leckerlis. Am Anfang bewegst du deine Hand, in der du ein Leckerchen festhältst, langsam zu deinem Gesicht. 

Sollte dein Hund brav sitzen bleiben und nur deine Hand beobachten, wird er belohnt.

Das Kommando führst du, wie immer, zeitgleich ein. Später kannst du den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem du dafür sorgst, dass die Zeitspanne zwischen einem Leckerli und dem Hochsehen größer wird.

So lange wird es dauern …

Grundkommandos für Hunde

bis dein Hund die verschiedenen Kommandos ausführen kann.

Da jeder Hund unterschiedlich schnell lernt, kann man die Frage nach der Dauer nur vage beantworten. 

Die meisten Tricks benötigen nur sehr wenig Zeit und sind in einigen kurzen Trainingseinheiten erlernt. Meistens hilft, wenn du mit deinem Hund alle Tricks langsam angehst und ihm die einzelnen Schritte so genau wie möglich erklärst.

Benötigte Utensilien

Du benötigst in jedem Fall Leckerlis. Du könntest dir überlegen, natürliche Leckerlis wie etwas Obst oder Gemüse zu verfüttern.

Die meisten Gemüsesorten, die wenig Bitterstoffe enthalten, sind für deinen Hund als gesunder Snack gut geeignet.

Mein persönlicher Favorit ist wohl die Gurke. Besonders für Hunde, die ohnehin zu wenig Wasser aufnehmen, kann die Gurke ein großartiges Leckerli sein. Außerdem minimiert sie Maulgeruch und kühlt an warmen Tagen deinen Hund ab!

Erklär-Video

Fazit

Deinem Hund die einzelnen Kommandos beizubringen ist gar nicht so schwer. In den meisten Fällen dauert es auch nicht allzu lange, bis die Hunde verstanden haben, was sie tun sollen.

Am einfachsten ist das Training, wenn du deinem Hund Zeit gibst und mit ihm zuerst in einer ruhigen und nur wenig belebten Gegend trainierst.

Für mehr Tipps, Anleitungen und Hundetricks kannst du in unserer Hundeerziehungsbibel vorbeischauen.

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on email
Share on print

Mehr zum Thema

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.