Dein Hund Bellt Besuch An 3 Ursachen Und 3 Einfache Lösungen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dein Hund Bellt Besuch An? 3 Ursachen & 3 Lösungen

Dein Hund mutiert zum Kläffer, sobald du Besuch bekommst? Dies ist nicht nur nervig, sondern kann so weit gehen, dass du am liebsten keinen Besuch mehr empfangen möchtest.

Egal, ob dein Hund aus Aufregung oder aus Angst bei Besuch andauernd bellt. Eines haben beide Auslöser gemeinsam. Andauerndes, langanhaltendes Bellen, was für beide Seiten immensen Stress bedeutet.

Dein Hund bellt Besucher an? In diesem Artikel findest du die häufigsten Auslöser sowie deren Lösungsansätze. Somit steht deinem nächsten Besuch nicht nur ein entspanntes Zusammentreffen bevor, sondern auch dein Hund wird mit Ruhe glänzen.

Kurz und Knapp: In der Ruhe liegt die Kraft

Bellen ist ein normales Verhalten deines Hundes. Es wird unterschieden in normales Bellverhalten, also ein kurzer Beller zur Begrüssung oder langanhaltendes Bellen. Dies artet oft in minutenlanges Dauer- bellen aus.

Bellen bei Besuch ist nicht nur für dich und den Hund eine enorm stressige Situation. Es kann auch sein, dass du mit der Zeit keinen Besuch mehr bekommen wirst, weil viele Leute Angst vor bellenden Hunden haben.

Es gibt viele Möglichkeiten wie du deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst. Das Zauberwort zur Lösung heisst: Ruhe bewahren und Ruhe lernen.

Kommt das Bellen regelmässig vor, ist der Krach mit dem Nachbar oder Hausvermieter meist vorprogrammiert.

Um Ärger zu vermeiden und das Problem so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, empfehle ich dir einen Blick in unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für euer Training.

Inhaltsverzeichnis

Dein Hund Bellt Besuch An 3 Ursachen Und 3 Einfache Lösungen

Weshalb bellt dein Hund Besucher an?

Kaum klingelt es an der Haustür, rastet dein Hund komplett aus und ist nicht mehr ansprechbar? Jetzt ist exakt der Zeitpunkt, wo du deinen Hund genau in seinem Verhalten beobachten muss. Es gibt verschiedene Arten des Bellens bei Besuch:

Juchhu, Besuch ist da

Einige Hunde sind bei Besuch vor lauter Freude total aus dem Häuschen.  Aufregung bei deinem Hund erkennst du daran, dass er in einer sehr hohen Stimmlage bellt, teilweise sogar quietscht.

Aufgeregte Hunde bewegen sich hektisch, drehen sich, rennen wie der Blitz in ein anderes Zimmer und versuchen manchmal am Besuch hochzuspringen und das Gesicht abzulecken.

Dein Hund mutiert zum Aufpasser

Auch aggressives Bellen erkennst du an der Stimmlage. Oftmals knurrt er zuerst als Warnung und bellt danach deine Gäste an. Die Körperhaltung deines Hundes ist dabei ganz anders als bei einem aufgeregten Hund. 

Hunde in Verteidigungshaltung sind angespannt, die Tür oder der Gast werden mit dem Blick fixiert und machen während des Bellens oftmals kleine Sprünge nach vorne.

Achtung, Gefahr!

Bei einem Beller deines Hundes ab und an musst du nichts befürchten. Bellt dein Hund jedoch länger als 30 Minuten am Stück, können für dich rechtliche Konsequenzen entstehen.

Dein Hund ist ein Aufmerksamkeits-Junkie

Dein Hund steht vor deinem Besucher, schaut ihn an und bellt non-stop? Seine Körperhaltung ist dabei angespannt, oftmals macht er kleine Schritte nach vorne und wieder zurück?

Dein Hund will die Aufmerksamkeit deines Besuchers. Weshalb er das macht? Weil er damit immer zu seinem Ziel gekommen ist.

Mein Tipp: Sprich Mit Deinen Gästen Im Voraus

Somit verhinderst du für dich, deine Gäste und auch für deinen Hund zusätzlichen Stress. Knurrt und schnappt dein Hund deine Besucher an, attackiert dein Hund deine Besucher, ist vorübergehend die Nutzung eines Maulkorbes von Vorteil. Ebenfalls ist die Unterbringung des Hundes in einem anderen Zimmer eine gute Option.

Dein Hund Bellt Besuch An 3 Ursachen Und 3 Einfache Lösungen

Wie gewöhnst du deinem Hund das Bellen bei Besuch ab?

Zuerst musst du dir im Klaren sein, was du erreichen willst. Soll dein Hund bei Besuch weiterhin direkten Kontakt zu deinen Gästen haben?

Möchtest du lieber, dass sich dein Hund, sobald sich Besuch ankündigt, auf seinen Platz begibt und dort bleibt?

Wichtig ist, dass dein Hund bei Besuch eine Aufgabe bekommt, die er gerne und mit Freude ausführen kann.

Plane das Training im Voraus

Wenn du Besuch bekommst, entsteht eine komplette Reihe von Abläufen. Über das Hereinkommen, Jacke ausziehen bis zum Hinsetzen solltest du dir im Voraus klar sein, wie sich dein Hund in Zukunft verhalten soll und wo er zu diesem Zeitpunkt sein soll.

Sprich dich mit deinen Freunden ab und frage, wer dir beim Training helfen kann. Gegen ein gutes Essen als Bezahlung hat bestimmt niemand etwas einzuwenden.

Sei konsequent, bestimmt und stelle für den Hund einfache und klare Regeln auf. Somit fällt deinem Hund das Erlernen des neuen Ablaufes leichter.

Rechne viel Zeit für dein Training ein. Hunde lernen nur durch stetige Wiederholung. Oftmals hat sich das Verhalten bereits gefestigt und dein Hund muss nun neu ein Alternativverhalten erlernen.

Dein Hund bekommt seinen eigenen Rückzugsort

Möchtest du, dass sich dein Hund bei Besuch in seinem Körbchen befindet, empfiehlt sich im Voraus das Deckentraining positiv zu erlernen. Damit lernt dein Hund Ruhe und Entspannung.

Das heißt natürlich nicht, dass der Hund die ganze Dauer deines Besuches auf seiner Decke verbringen muss. Wenn er ruhig ist, darfst du ihn gerne zu euch rufen. Dreht er jedoch wieder auf, beginnt zu bellen, knurren oder fordern, schickst du ihn wieder auf seinen Platz.

Auch mit Aufmerksamkeits-Junkies habe ich mit dieser Lösung die beste Erfahrung gemacht.

Dein Hund lernt, sich zu beherrschen

Darf aber dein Hund bei der Begrüßung dabei sein, ist es eine gute Lösung, ihm als Alternativverhalten das ruhige Hinsetzen zu erlernen. 

Trainiere dies zusammen mit deinem Besuch. In dem Moment, wo sich der Besuch ankündigt (noch nicht sichtbar ist) und dein Hund vollkommen ausflippt, wartet ihr einfach ab, bis sich dein Hund wieder beruhigt. Wenn dein Hund ein Abbruchsignal kennt, setzte es in diesem Moment ein, wo er ansprechbar ist.

Wenn dein Hund nicht zum Ziel kommt, wird er einige Momente innehalten. Genau in diesem Moment der Ruhe bestätigst du ihn mit seiner Lieblingsbelohnung.

Wichtig dabei ist: die Belohnung muss für deinen Hund einen höheren Wert haben als der Besucher.

Wenn du dies einige Zeit konsequent durchziehst, wird sich das Verhalten deines Hundes ändern und er wird ruhiger.

Ist dein Hund nun merklich gelassener, beginne das Sitz mit einzubeziehen. Weshalb? Weil er somit eine neue Aufgabe bekommt. Das ehemalige schlechte Verhalten wird umgelenkt auf ein von dir ausgewähltes Verhalten. 

Natürlich darf auch dein Besucher deinem Hund die Belohnung geben.

Fazit

Hunde, die deine Gäste anbellen, sind für alle Beteiligten ein Stressfaktor. Es geht an die Nerven, macht einem Angst vor zukünftigen Besuch und kann sogar Ärger mit dem Nachbar oder Vermieter bedeuten.

Das wichtigste ist, dass du dir vor dem Training bewusst bist, was du von deinem Hund erwartest. Mit viel Geduld, Konsequenz, einem guten Plan und Hilfe deiner Freunde ist es jedoch möglich, dass du schon bald deinen Besuch in Ruhe genießen kannst.

Hast du jedoch Bedenken, dass dir deine Freunde mit ihren eigenen komischen Tipps helfen wollen? Dann schaut doch gemeinsam in unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier findet ihr zusammen die passenden Lösungen.

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