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Michele

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Hund hat geschwollene Pfote? 5 Ursachen & 5 Tipps (Ratgeber)

Hast du entdeckt, dass dein Hund eine geschwollene Pfote hat? Vielleicht siehst du rötliche, wunde Stellen, an denen dein Hund leckt. 

Manchmal können geschwollene Pfötchen auch mit starken Schmerzen einhergehen und dein Hund wird sich nicht viel bewegen wollen oder sichtlich humpeln. 

Was in diesen Fällen zu tun ist und worauf du achten musst, verrate ich dir hier. 

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für eine geschwollene Pfote beim Hund

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Hat dein Hund eine geschwollene Pfote und fühlt diese sich warm an, deutet dies auf eine Entzündung hin. Bei einer Infektion der Pfote ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Aber auch ein Fremdkörper kann die Schwellung der Pfote verursacht haben. 

Du solltest unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, der die richtige Diagnose stellt und die entsprechende Therapie einleitet.

1. Entzündete Ballen 

Ein Grund für geschwollene Pfoten kann eine Entzündung zwischen den Ballen sein. Diese ist oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. 

Vielleicht hat dein Hund eine kleine Verletzung an den Pfoten gehabt, die sich nun entzündet hat. Gerade im Winter können die Ballen rissig werden, da die Gehwege oft mit Salz gestreut werden und die trockene Heizungsluft empfindliche Stellen zusätzlich reizt. 

2. Fremdkörper stecken in der Haut

In den Sommermonaten kann es vorkommen, dass sich Hunde beim Spazieren Grannen einfangen. 

Gerade zwischen den Zehen fallen diese oft nicht gleich auf, können aber zu einer schmerzhaften Entzündung führen. 

3. Geschwollene Pfote nach Verband

Musste dein Hund einen Verband tragen, weil er sich an der Pfote verletzt hat, kann es sein, dass die Pfote anschwillt und sehr warm wird. Wenn das passiert, kann eine Entzündung im Pfötchen vorliegen.

Es kann jedoch auch sein, dass der Verband nicht richtig sitzt und sich daher Flüssigkeit anstaut. 

4. Geschwollene Pfoten nach einer OP

Wenn sich nach einer OP Wundwasser ansammelt, kann es zu einer Schwellung kommen. Aber auch eine Entzündung ist nach einer Operation ist nicht auszuschließen. 

5. Hund hat einen Insektenstich an der Pfote

Auch bei Hunden kommt es vor, dass sie von Insekten gestochen werden. 

Gerade noch ist dein Hund über die Wiese getobt, da tritt er auf eine Biene oder Wespe und wird gestochen. Das kann schnell zu einer Schwellung der Pfote führen. 

Geschwollene Pfote beim Hund – Was tun?

Bei einer Entzündung der Pfoten spricht man von Pododermatitis. Diese kann verschiedene Ursachen haben, wie eine Verletzung, Fremdkörper, Parasiten oder eine Infektion. 

In manchen Fällen kann es auch schnell zu einer bakteriellen Infektion kommen. Daher ist eine gute Beobachtung wichtig. 

Aber auch wenn andere Gründe für die geschwollene Tatze deines Hundes vorliegen, solltest du dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. 

Gut zu wissen: 

Dein Hund kann durch Schmerzen ein anderes Verhalten aufzeigen. Suche die Ursache für die Schwellung daher behutsam. 

1. Fremdkörper entfernen und Pfote reinigen

Stellst du fest, dass dein Hund einen Fremdkörper in der Pfote hat, entferne diesen, wenn möglich. Zuvor solltest du die Pfote jedoch reinigen.

Mit einer Pinzette lassen sich kleine Splitter gut selbst entfernen. 

Im Anschluss solltest du die Verletzung vorsichtig säubern. Hierfür kannst du zum Beispiel eine verdünnte Lösung mit Betaisadona nehmen. Auch eine Wasserstoffperoxid-Lösung bietet sich an. 

Danach solltest du die Wunde je nach Größe der Verletzung verbinden. 

2. Die Pfote verbinden 

Hast du eine offene Wunde an der Pfote deines Hundes entdeckt, kannst du diese verbinden. 

So verhinderst du, dass Dreck in die Wunde gelangt und dein Hund sich ständig daran leckt oder knabbert. 

Hat dein Hund eine kleine Wunde und du willst nur verhindern, dass er sich an der Verletzung leckt, kannst du ihm auch einen Strumpf anziehen. 

3. Salben

Hat dein Hund durch einen Stoß, eine Quetschung oder einen missglückten Sprung eine dicke Pfote bekommen, kannst du diese mit Traumeel-Salbe oder Gel einreiben.

Bei kleinen Verletzungen an der Pfote kannst du auch Wundsalben mit Zink (z.B.: Zinksalbe) verwenden, da diese eine entzündungshemmende Wirkung haben.  

4. Kühlen 

Unterstützend zu anderen Maßnahmen kannst du eine geschwollene Pfote auch kühlen. Gerade im Sommer kann es sein, dass die Pfoten durch den heißen Boden anschwellen. 

Aber auch nach einem Insektenstich kann die Kühlung gut helfen. 

Du kannst dann die Pfoten deines Hundes mit kühlem Wasser abspülen. 

Danach wickelst du Eiswürfel in einen Waschlappen oder ein Handtuch und legst die betroffene Pfote darauf. 

Das geht auch mit Kühlakkus. Pass hierbei allerdings auf, dass dein Hund nicht darauf herumkaut. 

Als Hausmittel wird auch oft eine Quarkpackung zur Kühlung empfohlen. Hier ist jedoch die Herausforderung, deinen Hund davon abzuhalten, den Quark wieder von der Pfote zu lecken. 

5. Homöopathie für den Hund

Wenn du gerne homöopathische Mittel einsetzt, gibt es auch verschiedene Möglichkeiten. 

Nach Insektenstichen kannst du deinem Hund als Unterstützung zum Beispiel das homöopathische Mittel Apis D200 geben.

Bei einer unfallbedingten Schwellung wird Arnika-Globuli eine unterstützende Wirkung nachgesagt.  

Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

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Kleine Wunden bedürfen meist nicht der Kontrolle durch den Tierarzt. 

Anders sieht es aus, wenn du einen Fremdkörper nicht entfernen kannst oder dein Hund sichtlich starke Schmerzen hat. 

Auch wenn dein Hund einen großen Splitter oder eine tiefe Schnittwunde in der Pfote hat, solltest du lieber den Tierarzt aufsuchen. 

Sollte innerhalb eines Tages keine Besserung an der Pfote auftreten, solltest du sie ebenfalls untersuchen lassen. 

Das Gleiche gilt, wenn du feststellst, dass sich der Zustand deines Hundes verschlechtert. 

Kann ich einer geschwollenen Pfote vorbeugen?

Mit einer täglichen Kontrolle der Pfoten deines Hundes kannst du schnell feststellen, ob er sich eine kleine Verletzung oder einen Splitter zugezogen hat. So kannst du Schwellungen durch eine Entzündung vorbeugen. 

Im Winter solltest du die Pfoten deines Hundes nach dem Spaziergang mit klarem Wasser reinigen. Das beugt Rissen durch das Salz vor und kann entzündliche Wunden verhindern. 

Da der heiße Boden die Pfoten reizt oder zu Verbrennungen führen kann, solltest du deinen Hund im Sommer nicht bei sengender Hitze über den Asphalt laufen lassen. 

Fazit

Eine geschwollene Pfote beim Hund kann ganz verschiedene Ursachen haben. Manche davon lassen sich schnell beheben und sind nicht weiter bedenklich. 

Sollte dein Hund jedoch zu einer Schwellung starke Schmerzen zeigen oder du kannst die Ursache für die Schwellung nicht feststellen, solltest du zur Sicherheit eine tierärztliche Meinung einholen. 

Warum hatte dein Hund schon mal eine geschwollene Pfote und was hat dagegen geholfen? Verrate es mir in den Kommentaren.

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