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Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dein Hund kontrolliert dich? Anzeichen & 3 Lösungsansätze

Pssssst… Gaaanz leise vom Sofa aufstehen, damit dein Hund nicht merkt, dass du gehst? 

Du hast dir schon angewöhnt, durch die Wohnung zu schleichen, damit dein Hund dich nicht auf Schritt und Tritt verfolgt? 

Wenn du in Ruhe kochen möchtest, ohne dass er dir die Happen aus der Hand starrt, musst du ihn aussperren?

Das klingt irgendwie… sagen wir mal… ziemlich unentspannt.

Ist es auch?

Umso besser, dass du auf unseren Artikel rund um die Frage “Woran erkenne ich, dass mein Hund mich kontrolliert?” gestoßen bist! 

Wir erklären dir, was es mit dem vermeintlichen Kontrollzwang unserer Hunde auf sich hat und wie du den Kontrollzwang bei deinem Hund erkennen und ihm das stressige Verhalten letztendlich abgewöhnen kannst.

Kurz & Knapp: Schluss mit dem Kontrollverhalten!

Ständiger Kontrollzwang wird schnell stressig – sowohl für dich als auch für deinen Hund. Deshalb ist es wichtig, das Verhalten deines Hundes zu beobachten, zu erkennen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Ist dein Hund immer auf Spannung und sofort bereit aufzustehen, wenn du es tust? Wäre es nicht viel schöner, wenn dein Hund einfach entspannt liegen bleiben könnte? Dazu ist es wichtig, dass du ihm Grenzen setzt.

Du darfst auch ruhig mal eine Tür hinter dir schließen oder deinen Hund zurück auf seinen Platz schicken, wenn du mal alleine sein willst. 

Natürlich solltest du das Training in kleinen Schritten aufbauen und dabei stets auf die Emotionen deines Hundes eingehen. Du möchtest ihn ja nicht bestrafen, sondern ihm beibringen, dass du selbst auf dich aufpassen kannst.

Die Hunderziehungsbibel setzt sich intensiv mit dem Thema Kontrollzwang beim Hund auseinander und hilft dir mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung das Verhalten abzutrainieren, damit wieder Normalität in euer Leben einkehren kann. Klicke jetzt unten auf den Button!

Inhaltsverzeichnis

woran erkenne ich, dass mein hund mich kontrolliert?

Häufig erkennen wir ein Symptom und können es nicht mit einer Ursache verknüpfen. 

Du hast Schwierigkeiten, deinen Hund bei Hundebegegnungen im Zaum zu halten? Dein Hund drängt sich immer dazwischen, wenn du Besuch umarmst? Oder folgt dein Hund dir sogar bei deinem Toilettengang?

All das können Symptome für einen Kontrollzwang sein – müssen sie aber nicht, denn: unsere Hunde sind alle individuell. Eine pauschale Antwort auf das Verhalten deines Hundes gibt es also nicht.

Tipp:

Solltest du dir unsicher sein was das Verhalten deines Hundes betrifft, kontaktiere gerne einen Trainer vor Ort. Ein persönliches Gespräch und ein Kennenlernen helfen dabei, ein individuelles Trainingspaket für euch zu gestalten! 

Nun gehen wir aber mal davon aus, dass dein Hund mit dir aufs stille Örtchen möchte, weil er es dir nicht alleine zutraut. “Ach quatsch, das ist doch total bescheuert”, denkst du dir jetzt? 

Tatsächlich kann es sein, dass du deinem Hund diese Art von “Kontrollzwang” aus Versehen beigebracht hast.

Durfte er dir immer hinterherlaufen und dich überall hin begleiten? Du hast ihn nie zurück auf seinen Platz geschickt, wenn er gemeinsam mit dir aufgestanden ist, obwohl er beim Türklingeln ja gar nicht gemeint war? 

Na, klingelts jetzt auch bei dir? Dein Hund ist der Meinung, er MÜSSE dich überall hin begleiten, weil er es nicht anders gelernt hat.

Das bedeutet nicht nur Stress und Unsicherheit für dich, sondern auch für deinen Hund! Spitze, dass du dich informierst, damit du die ersten Anzeichen eines angehenden Kontrollettis wahrnehmen und seinem Kontrollzwang entgegenwirken kannst.

Hilfe, mein Hund kontrolliert mich!

Ständiger Kontrollzwang artet schnell in Stress aus und kann sich auch auf andere Lebensbereiche ausweiten. Hunde, die ihrem Besitzer ständig an den Hacken kleben, haben häufig ein enormes Problem mit dem Alleine bleiben.

Mehr zum Thema alleine sein kannst du auch in unserem Ratgeber: „Wie lange kann ein Hund alleine bleiben?“ nachlesen.

Erlaubst du deinem Hund, dich auf Schritt und Tritt zu belagern, wird es ihm sehr schwer fallen, wenn er dich mal ein paar Minuten (oder gar Stunden – Oh Gott Oh Gott!) nicht in seiner Nähe haben kann. 

Du musst für dich entscheiden, bis zu welchem Grad es für dich in Ordnung ist, dass dein Hund dich “verfolgt”. Es kann auch sein, dass dein Hundi einfach deine Nähe oder Abwechslung sucht. 

Du musst ihn also nicht immer gleich zurückweisen. Beobachte genau, in welchen Situationen er ein für dich unerwünschtes Verhalten an den Tag legt.

Dabei solltest du natürlich auch nicht außer Acht lassen, wie es um das Stresslevel deines Vierbeiners steht. Findet er gar keine Ruhe mehr, weil du Zuhause durch die Gegend wirbelst und er nur chillen kann, wenn du es auch tust, solltest du unbedingt mit ihm daran arbeiten! 

So kannst du deinem Hund den Kontrollzwang abgewöhnen

Hier und da wird es unangenehm, wenn dein Hund wie ein Schatten an dir klebt? Das richtige Maß zu finden ist dabei gar nicht so leicht, denn eigentlich wollen wir unsere Hunde ja auch immer um uns herum haben. 

Trotzdem musst du unbedingt ein paar Grenzen setzen!

Wie du dir sicherlich vorstellen kannst, ist es auch für deinen Hund nicht angenehm, dich ständig kontrollieren zu müssen. Es heißt ja auch nicht ohne Grund “Kontrollzwang”

Stell dir vor, du musst ständig wissen, wo sich dein Lieblingsmensch aufhält, weil du sonst unruhig wirst oder sogar in Panik verfällst. Stress pur! 

Wie du den Kontrollverlust deines Hundes in den Griff bekommst und ihn letztendlich abgewöhnst, erfährst du jetzt.

Mit diesen Tipps kannst du deinem Hund zu mehr Entspannung verhelfen:

1. Entscheide für dich selbst, was dich stört

Ist es in Ordnung für dich, wenn dein Hund dir in den Garten folgt sobald du raus gehst, es stört dich aber, wenn er vor der WC-Tür wartet, bis du dein Geschäft verrichtete hast? 

Verständlich! Dann setze genau dort an. Wenn du zur Toilette möchtest, schicke deinen Hund zurück auf seinen Platz sobald er aufsteht. 

Hier empfiehlt sich, deinem Hund das Kommando “Bleib!” beizubringen. Dabei kannst du das Intervall, wie lange er bis zum Auflösen des Kommandos durch ein “OK!”, auf seinem Platz bleiben muss, immer weiter steigern. 

Zunächst reicht es, wenn du dich dabei ein paar Schritte von ihm entfernst und ihn für sein liegen bleiben ausgiebig lobst. Step by step entfernst du dich weiter, bis Hundi irgendwann ganz ruhig liegen bleiben kann und entspannt auf deine Rückkehr wartet.

2. Interpretiere nicht zu viel hinein

Ja, Dominanz und Kontrolle gehören zum normalen Verhalten unserer Hunde. Dennoch lässt sich nicht immer alles damit erklären. 

Nur weil dein Hund mit seinen Vorderpfoten auf deinem Fuß steht während du ihn kraulst oder er etwas flegelhaft seinen Lieblings-Menschen anspringt, um gekuschelt zu werden, heißt das noch nicht, dass er kontrolliert oder dominiert. 

Auch hier gilt: Stört dich das Verhalten, erforsche die Ursache dafür genau und setzte dann mit dem Training genau dort an!

3. Erschaffe keine Kontrollposten

Wo kein Posten, da kein Aufpasser! Sorge dafür, dass das Körbchen deines Hundes an einem ruhigen Ort steht. 

Denkbar ungeeignet sind Plätze an der Eingangstür oder solche, die ihm einen perfekten Ausblick über alle Geschehnisse erlauben. 

Du kannst Kontrollverhalten vermeiden, indem du einen Hund gar nicht erst auf den Kontrollposten schickst. Logisch? Logisch!

Erklär-Video

Fazit

Hauptsächlich erkennst du, dass dein Hund dich kontrolliert, weil er dir auf Schritt und Tritt folgt. Er möchte immer dort sein, wo du auch bist und wenn das das stille Örtchen meint, dein Hund bleibt dir treu!

Du musst selbst entscheiden, ab wann dich dieses Verhalten stresst oder stört und dabei auch im Blick behalten, ob es für deinen Hund Stress bedeutet. 

Lässt du deinem Hund immer die Möglichkeit, dich zu “kontrollieren”, kann das sein Verhalten verstärken und er wird auch in anderen Situationen auf dich aufpassen wollen. Zum Beispiel bei Hundebegegnungen oder wenn Besuch kommt. 

Spätestens dann, wenn dein Hund dir nicht mehr erlaubt, deine Freunde zu umarmen, hört der Spaß dann wirklich auf. Beuge dem vor, indem du deinem Hund Grenzen setzt und gezielt mit ihm übst, von dir getrennt zu sein.

Möchtest du mehr über das Verhalten unserer Hunde erfahren? Dann wirf doch mal einen Blick in unsere Hundeerziehungs-Bibel. Hier findest du wertvolle Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit deinem Hund.

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