Krallenbettentzündung Hund
Julia Peters

Julia Peters

Krallenbettentzündung beim Hund: Hausmittel & Therapie

Ist eine der Pfoten des Hundes gerötet und scheint ihm weh zu tun, handelt es sich möglicherweise um eine Krallenbettenentzündung.

Diese kann zunächst mit häuslichen Mitteln behandelt werden, benötigt eventuell aber sogar die Expertise des Tierarztes.

Erfahre hier, wie du eine Krallenbettenentzündung beim Hund erkennen und behandeln kannst.

Inhaltsverzeichnis

Krallenbettentzündung beim Hund – Ursachen und Symptome

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Die häufigste Ursache für eine Entzündung der Krallenbetten ist mangelnde Pflege der Pfoten und der Nägel.

Wird das Fell an der Pfote nicht regelmäßig gestutzt und gesäubert, kann es verfilzen und dadurch ebenfalls zu einer Nagelbettentzündung beitragen.

Im Sommer, wenn der Hund mehr schwitzt, verfilzt das Fell umso schneller.

Erste Anzeichen für eine Krallenbettenentzündung können sein, dass der Hund nur noch vorsichtig auf seine Pfote auftritt oder sich windet, wenn die Pfote berührt wird.

Bei Betrachtung der Pfote fällt auf, dass das Nagelbett gerötet und der Ansatz der Krallen geschwollen oder mit Krusten bedeckt ist.

Ein gelblicher Film und unangenehmer Geruch deuten ebenfalls auf eine Infektion hin.

Therapie: Wie kann ich meinem Hund bei einer Krallenbettentzündung helfen?

Zur Bekämpfung der Nagelbettentzündung gibt es einige natürliche Möglichkeiten, aber auch Salben und Mittel aus der Apotheke.

Eine Krallenbettenentzündung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie für den Hund schmerzhaft und für seinen Körper schädlich ist.

Die Behandlung sollte beginnen, sobald die Infektion bemerkt wurde. Dies kann zunächst auch von Zuhause aus geschehen.

Homöopathie

Betaisodona, ein keimtötendes Mittel aus der Naturmedizin, ist ideal zur natürlichen Bekämpfung der Nagelbettentzündung.

Auch eine Zugsalbe kann dick aufgetragen werden, um möglichen Schmutz oder Fremdkörper aus der Wunde zu ziehen.

Beide Mittel sollten anschließend mit einem Pfotenverband abgedeckt werden, damit der Vierbeiner sie nicht ableckt oder an der Pfote knabbert.

Ist dies nicht ausreichend, bietet sich ein Hundekragen an. Dieser kann in der Apotheke gekauft oder auch selbst gemacht werden.

Hausmittel 

Um die Wunde zu säubern, eignet sich Kernseife am besten. Bade die Pfote dazu für etwa zehn Minuten in lauwarmem Wasser und reiner Kernseife. Spüle es anschließen mit klarem Wasser wieder ab.

Dasselbe kann auch mit lauwarmem Kamillentee ausgeführt werden. Kamille wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Stelle sicher, dass du dazu eine ausreichend große Schüssel verwendest!

freiverkäufliche Medikamente

Scheint der Hund starke Schmerzen zu haben, können rezeptfreie Medikamente wie Traumeel oder Ähnliches eingesetzt werden.

Auch CBD-Öl kann bei der Schmerzlinderung helfen und ist in vielen Hunde- und Online-Apotheken erwerblich.

Um die Heilung der Entzündung zu unterstützen, können frei verkäufliche Salben wie zum Beispiel Zugsalbe und immunstärkende Mittel genutzt werden. Apotheker können bei der Wahl des richtigen Produkts behilflich sein.

Wann zum Tierarzt?

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Ist die Entzündung bereits sehr weit fortgeschritten und die Pfote ist stark gerötet und geschwollen, riecht unangenehm und hat einen starken Ausfluss, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt aufgesucht werden.

Auch wenn der Hund starke Schmerzen hat oder die häusliche Behandlung nicht zulässt, empfiehlt sich der Besuch beim Profi.

Dieser kann Antibiotika und notfalls auch stärkere Schmerzmittel verschreiben.

Erfahrungen von Hundebesitzern bei einer Krallenbettentzündung

Schon viele Hundebesitzer mussten eine Krallenbettentzündung bei ihrer geliebten Fellnase behandeln.

Vor allem beim Thema Hausmittel gibt es daher viele verschiedene Erfahrungen.

Der Vierbeiner eines Nutzers aus einem Hunde-Forum bekam eine Krallenbettentzündung, nachdem er sich die Krallen gebrochen hatte. Der Tierarzt riet ihnen gegen Antibiotika und empfahl stattdessen, täglich für eine Stunde einen Wickel mit Quark um die Pfote des Hundes zu legen.

Schon nach wenigen Tagen war die Entzündung laut des Halters verschwunden.

Mehrere andere Besitzer nutzen Rivanol-Salbe, welche oft vom Tierarzt verschrieben wurde.

Auch in Wasser aufgelöste Rivanol-Tabletten, in welchen die Pfote dann gebadet wurde, halfen bei vielen Hunden schon nach drei bis fünf Tagen.

Ein Nachteil hierbei sei, dass die Pfote sich dadurch gelblich verfärbte und die Färbung nur langsam zurückgehe.

Einem Nutzer wurde vom Tierarzt geraten, Salz zu vermeiden, da dies die Wunde eher austrockne.

Um die mit Salbe oder Medikament beschmierte Pfote zu umwickeln, nutze ein Mitglied eines Blogs ein altes T-Shirt, welches er unten zunähte. Dies war für seinen Hund angenehmer als Verbände und auch einfacher anzulegen.

Damit während Spaziergängen nicht noch mehr Schmutz in die Wunde gelangt, empfehlen viele Hundehalter einen elastischen Verband wie in etwa Elastomull.

Fazit

Krallenbettentzündungen können durch ausreichende Pflege des Fells und der Pfoten des Hundes leicht vermieden werden.

Sollte es jedoch trotzdem mal dazu kommen, reichen häusliche und natürliche Mittel oft aus, um die Infektion zu bekämpfen.

Scheint der Hund jedoch starke Schmerzen zu haben oder wird nach einigen Tagen keine Besserung sichtbar, sollte lieber der Tierarzt aufgesucht werden, denn Krallenbettentzündungen sind eine ernsthafte Angelegenheit und sollten ausreichend und schnellstmöglich behandelt werden.

Hatte dein Hund schonmal eine Nagelbettentzündung? Wie hast du diese bekämpft? Teile deine Tipps gerne in den Kommentaren mit anderen Hundehaltern!

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