Bulldoggen Arten
Jesse Reimann

Jesse Reimann

16 Fazinierende Bulldoggen Arten aus 2022 (mit Bildern)

Bulldoggen sind DIE Familienhunde schlechthin. Obwohl sie als sogenannte Bullenbeißer gezüchtet wurden, ist ihr Wesen normalerweise nur für Hundekekse gefährlich. 

Tollpatschige Clowns für Kleinkinder oder gemütliche Kneipenkumpels – hier findest du unter 16 Arten deinen Bulldoggenfreund ganz bestimmt. 

Und ganz am Ende verrate ich dir auch, welche Rasse mir mein Herz gestohlen hat und auf jeden Fall irgendwann auf meinem Sofa leben wird.

16 Bulldoggen Hunderassen im Überblick

Alle Varianten der Bulldogge haben das markante Gesicht mit kurzer Nase, vorstehendem Unterkiefer und Gesichtsfalten. 

Ansonsten sind sie von klein bis mittelgroß und in allen Farben und Charaktereigenschaften zu finden, sodass für jeden Hundefreund es eine perfekt passende Bulldogge gibt.

1. Englische Bulldogge

Englische Bulldogge

Die Englische Bulldogge überlegt es sich zweimal, bevor sie einen gemütlichen Platz verlässt. Sie ist eine einzige Knautschzone und somit perfekt für Kleinkinder, die auf ihr toben, an ihr ziehen oder mit ihr kuscheln wollen.

Obwohl die Zucht seit einiger Zeit sich wieder bemüht, die Rasse zu einem gesunden Standard zurückzubilden, sind die Hunde durch die verkürzte Schnauze und die kurzen Beine bei einem breiten Oberkörper sehr anfällig für Atembeschwerden und Gelenkprobleme

2. Victorian Bulldog

Quelle: https://www.thedodo.com/the-victorian-bulldog-and-its–685315492.html

Die „andere“ Bulldogge aus Großbritannien ist die Victorian Bulldog. Sie ist wesentlich größer und schwerer als die Englische Bulldogge.

Der Körper ist außerdem wesentlich besser proportioniert, wodurch die Hunde in der Regel die typischen Gesundheitsprobleme der Bulldoggen nicht durchleiden.

Der Name ist etwas irreführend: Es handelt sich nicht um eine alte Rasse aus dem viktorianischen England, sondern um die Nachzüchtung einer ausgestorbenen Bulldoggen-Art. 

1985 kreuzte ein Züchter Bulldoggen, Terriern und Mastiffs, um einen gesunden, körperlich fitten Hund zu schaffen.

Charakterlich ist die Victoria Bulldog ebenso anhänglich und zugewandt wie die Englische Bulldogge, jedoch wesentlich aktiver und verspielter.

3. Französische Bulldogge

Französische Bulldogge Geschirr

Wie ein König in Frankreich – das trifft auf keine Hunderasse so gut zu wie die Französische Bulldogge. Obwohl sie mit ihren ca. 30 cm Körperhöhe und gerade mal 10-15 kg Lebendgewicht kaum jemanden einschüchtert, versteht sie sich normalerweise als der Mittelpunkt des Geschehens.

Sie sind ausgesprochen verspielt und fröhlich und lernen gerne neue Zirkustricks. Daher sind sie genauso tolle Spielkameraden für kleine Kinder wie für Jugendliche und klasse Ersthunde.

Die Gesundheit ist bei vielen Französischen Bulldoggen allerdings ein Problem. Sie leiden durch lange Überzüchtung unter Kurzatmigkeit und Schnarchen, vertragen keine Hitze, neigen zu Herzkrankheiten und bekommen häufig Hautkrankheiten. 

4. American Bulldog

American Bulldog

Die American Bulldog ist ein Nachfahre der Englischen Bulldogge, die mit britischen Siedlern den Kontinent wechselte. Durch Einkreuzungen züchtete man sie als Farmhund für den Viehtrieb und Wachhund weiter.

Diese Eigenschaften zeigen sich auch in den heutigen Hunden noch stark, sie gelten als ausgesprochen wachsam und haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Da sie wie typische Wachhunde sehr eigenständig leben, gehört ihre Erziehung nicht in Anfängerhunde.

Sie sind untypisch langbeinig für Bulldoggen und neigen leider dadurch zu Hüftgelenksdysplasie und anderen Gelenkproblemen. Daher sind sie eher Sofahunde als Sportskanonen.

5. Leavitt Bulldog

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ahbhmlOWg98&ab_channel=DogumentaryTV

Die Leavitt Bulldog heißt nach ihrem Züchter, David Leavitt. 1971 begann er, Englische Bulldoggen und American Bulldogs zu einer gesunden Rasse zurück zu züchten. 

Sein Vorbild waren die Hunde der Regency Zeit um den Beginn des 19. Jahrhunderts, die eine längere Schnauze und eine normale Rute hatten.

Leavitt züchtete nach Richtlinien, die eigentlich für die Rinderzucht entworfen waren. Die entstandene Rasse nannte er Olde English Bulldog. 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich allerdings die Zucht der Olde English Bulldog zu seinem Missfallen weiter. Er sonderte sich daher vom Zuchtverband ab und gründete mit einigen befreundeten Züchtern die Linie der Leavitt Bulldog.

6. Olde English Bulldog

Olde English Bulldog

Die Olde English Bulldog hat strenge Rassevorgaben. Mit langer Schnauze, wenigen Falten, geringem Vorbiss und einer langen Rute ohne Knick genügt sie sehr hohen Ansprüchen an einen gesunden Hund.

Sie ist ungewöhnlich kräftig und selbstbewusst und neigt bei schlechter Erziehung und mangelnder Sozialisation zu Aggression oder Pöbeleien gegen Hunde desselben Geschlechts. 

Sie gehören daher nicht in Anfängerhände, sind für erfahrene Hundehalter aber empfehlenswerte Schutz- und Wachhunde.

7. Australian Bulldog

Australian Bulldog

Die Australier gelten als entspanntes und frohes Volk. So auch die Hunde dort: Die Australian Bulldog hat ein sehr sonniges Gemüt, ist anhänglich, verschmust und treu ergeben.

Sie werden immerhin bis zu 50 cm groß und bestehen aus purer Zuneigung. Wer sich eine Australian Bulldog anschafft, sollte nichts gegen Hundeküsse und Dackelblick haben, denn sie genießen die Nähe zu ihren Menschen sehr und haben dabei wenig Sinn für Privatsphäre.

8. Catahoula Bulldog

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Catahoula_Bulldog#/media/Datei:Ole_Dan_Catahoula_Bulldog.jpg

Die Catahoula Bulldog hat sehr exotische Vorfahren: Sie entstammt der Kreuzung zwischen American Bulldog und Louisiana Catahoula Leopard Dog. Der Name Catahoula stammt aus der Sprache der Choktaw, die im Gebiet des heutigen Louisiana wohnten.

Der Louisiana Catahoula Leopard Dog hat eine breite Palette internationaler Vorfahren und stand lange Zeit im Verdacht, auch Rotwölfe zu seinen Großeltern zu zählen. Dies ist heute allerdings widerlegt.

Die Catahoula Bulldog ist nur in Amerika verbreitet und in Europa kaum bekannt. Sie ist gerne im Rudel dabei und mag Kinder, braucht aber nicht viel Trubel um sich. 

Durch die Kreuzung ist sie besonders anfällig für Taubheit oder Schwerhörigkeit, was ihr ohnehin eher eigenständiges Wesen schwerer erziehbar macht. 

9. Alapaha Blue Blood Bulldog

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=y-SamB9xsd8&ab_channel=FenrirCanineShow

Eine waschechte Südstaatlerin ist die Alpaha Blue Blood Bulldog, deren Name vom Alapaha River in Georgia stammt. 

Sie war dort ein Allrounder auf den Farmen, zuständig für Bewachung, Schutz, Viehtrieb und die Jagd. Auch sie stammt wie die American Bulldog von der Englischen Bulldogge ab, ist aber wesentlich lernwilliger.

Durch den Rückgang der Farmen dezimierte sich die Rasse auf keine 200 Exemplare weltweit. Heute bemüht man sich um eine größere Zucht, da die Alapaha Blue Blood Bulldog nur sehr selten an den Bulldoggen-typischen Gelenksproblemen erkrankt.

Eine kuriose Besonderheit ist der große Gewichtsunterschied zwischen Rüden und Hündinnen: Obwohl sie beide zwischen 50 und 60 cm groß werden, wiegen Rüden mit bis zu 45 kg das doppelte wie die Hündinnen.

10. Renascence Bulldog

Renascence Bulldog

Die Renascence Bulldog wurde als Rückzüchtung der Englischen Bulldogge zum „Sauhund“ bekannt. 

Diese wurden zur Jagd auf Wildschweine eingesetzt, mussten also furchtlos und flink sein und notfalls kräftig zubeißen können. Die Renascence Bulldogs sind deswegen sehr athletisch gebaut, mit funktionierender Atmung. 

Renascence heißt auch Wiedergeburt. Den Namen wählte Chadde JoliChoeur aus, der Präsident des Zuchtverbandes für Renascence Bulldogs. 

11. Mallorca-Dogge

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=yRI1rHoCs-k&ab_channel=TheProperK9

Die Mallorca-Dogge ist eine sehr alte Rasse, die auch als „Ca de Bou“ bekannt ist. Der Name ist katalanisch und heißt übersetzt so viel wie „Stierhund“.

Erst in Bullenbeiß-Vorführungen im 16. Jahrhundert und ab dem 18. Jahrhundert zunehmend in Hundekämpfen bis zum Tod eingesetzt sind Mallorca-Doggen zu Unrecht als brutale und aggressive Rasse abgestempelt worden. 

Mit Verbot der Bullenbeißerei ging die Zucht schlagartig zurück, bis Ende des 20. Jahrhunderts sich Züchter zusammenschlossen, um die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. 

Heute steht die Zucht unter dem Patronat Spaniens und erfreut sich vor allem in Polen und Russland großer Beliebtheit.

Ca de Bous haben einen sehr ausgeprägten Schutzinstinkt und hängen ihr Herz an ihr Menschenrudel. Mit ihrer Familie wollen sie viel kuscheln und spielen, begegnen Fremden aber mit Misstrauen und sollten daher konsequent erzogen werden.

12. Spanische Bulldogge – Dogo Canario

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=B2bPtZ3IRJM&ab_channel=GuntarsPiebalgs

Der Spanische Bulldog ist besser bekannt als Alano Español oder Dogo Canario. Auch er wurde ursprünglich als Bullenbeißer bei Stierkämpfen eingesetzt, übernahm früh aber auch die Funktion eines Wachhundes für Viehherden. 

Denn sie sind groß, kräftig und selbstbewusst und schrecken nicht vor dem Kampf mit hungrigen Raubtieren zurück.

Viele Familien entscheiden sich für einen Alano Español, weil er sehr wenig haart und nur selten bellt. Er braucht aber für eine Bulldogge sehr viel Auslauf und muss lernen, seinen Jagdtrieb unter Kontrolle zu halten. 

Kein Hund für Langschläfer: Der Spanische Bulldog schläft nur 7 Stunden am Tag im Gegensatz zu den meisten Hunderassen, die um die 14 Stunden im Traumland verbringen. 

13. Serrano Bulldogge

Serrano Bulldogge

Die Brasilianerin unter den Bulldoggen bringt weder Samba noch feurigen Karneval ins Haus. 

Die gemütliche Bulldogge ist ein Wachhund und wie jeder weiß, bewacht man Dinge am besten im Sitzen. Daher ist Übergewicht ein häufiges Problem für Serrano Bulldoggen.

Bewacht wird alles, hergegeben nichts. Nach diesem Motto verfahren die in der Regel sehr sozialen Hunde, für die bei Besitz aber jede Freundschaft aufhört. 

Auch Herrchen und Frauchen werden entsprechend ungern geteilt, besonders mit anderen Menschen außerhalb des eigenen Rudels. 

Ihre Bezugspersonen sind aber für die Serrano Bulldogge ihr ein und alles und entsprechend gut erziehbar

14. Valley Bulldog

Valley Bulldog

Die kanadische Valley Bulldog sind die lautesten Vertreterinnen ihrer Art. Ihre Vorstellung von Schutz ist das Verscheuchen von Fremden durch lautes Gebell, was nicht immer für Freude in der Nachbarschaft sorgt.

Dafür freuen sie sich aber über sehr viel Durchschnitt: durchschnittliche Temperatur, durchschnittlich viel Platz und durchschnittlich viel Futter. Sie neigen zu Übergewicht und vertragen weder Hitze noch Kälte. 

Für ihren Wachtrieb brauchen sie trotzdem keinen großen Hof: Die Valley Bulldog kann problemlos auch in kleineren Wohnungen leben und ist daher als Schutzhunde für viele Leute prima geeignet.

15. Red Tiger Bulldog

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ayTs7cZefU8&ab_channel=Red-TigerBulldogRegistryandArchive

Nicht nur der Name klingt poetisch, die Fellfarbe der Red Tiger Bulldog ist ein echter Hingucker. Sie sind normalerweise in einem warmen Rotbraun gehalten, die in den ersten Monaten nach der Geburt schwarze Tiger-Streifen zeigen.

Sie sind nur für Bulldoggen-Kenner händelbar, denn sie brauchen ein Leben lang eine klare, konsequente Führung

Sie können mit Kindern zusammenleben, wenn sie entsprechend sozialisiert werden, tolerieren aber in der Regel keine anderen Tiere und besonders keine gleichgeschlechtlichen Hunde. 

16. Mammut Bulldog

Die Mammut Bulldog wurde in Deutschland gezüchtet und ist rundherum fröhlich. Sie mag Kinder, andere Hunde, andere Haustiere und kann sich in jeder Umgebung wohl fühlen. Auch Wohnungen reichen ihr als Lebensraum.

Erzogen werden muss ihr Jagdtrieb, denn dann wird aus der schnarchenden Sofakönigin eine Athletin, die den massigen Körper behände durch die Felder hetzt. 

Mammut Bulldogs haben einen starken Biss, der beim Spielen als Junghund problematisch sein kann. Da sie aber sehr friedfertig sind, sind sie auch für Kinder ungefährlich.

17. Continental Bulldog

Continental Bulldog

Die Continental Bulldog ist mein heimlicher Favorit aufgrund ihrer etwas skurrilen Geschichte.

Sie ist der Neuzugang unter den Bulldoggen. Ihre Zucht begann erst Anfang des 21. Jahrhunderts in der Schweiz, als eine Schweizerin beschloss, eine komplett gesunde Englische Bulldogge zu züchten. 

Kein Privatspaß: Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) gab dafür ihre Einwilligung und begleitete das Experiment.

Sie kreuzte die Englische Bulldogge mit der Olde English Bulldog und schuf tatsächlich eine Rasse, die allen Schweizer Anforderungen an Tierschutz gerecht wurde. Allerdings lehnte der britische Zuchtverband diesen Hund als Englische Bulldogge ab. 

Ein Arbeitsausschuss der SKG beschäftigte sich daraufhin mit der Standardisierung und Eintragung der Hunde in das schweizerische Hundestammbuch.

Die Continental Bulldog war geboren. 

Sie hat einen kleineren Kopf mit weniger Falten, weniger ausgeprägtem Vorbiss und einer klarer definierten Schnauze.

Charakterlich ist sie eher ein Partyhund, der nicht genug Action um sich haben kann und in allen Menschen Freunde sieht.

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