Hund hat Alufolie gefressen
Julia Peters

Julia Peters

Hund hat Alufolie gefressen? DAS solltest du jetzt tun!

Egal ob es sich tatsächlich um Hundenahrung oder um Menschen-Essen handelt – bleibt etwas in der Reichweite des Hundes liegen, ist es meist ruckzuck verschwunden.  

Bei den meisten Lebensmitteln ist das nicht weiter problematisch. Hat der Hund aber aus Versehen auch mal etwas Verpackung, zum Beispiel Aluminium verschlungen, kann dies besorgniserregend sein.

Was passiert, wenn der Hund Alufolie gefressen hat? Dies und Weiteres erfährst du in diesem Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis

Mein Hund hat Alufolie gefressen: Ist das gefährlich?

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Ob die gefressene Alufolie für den Hund gefährlich ist oder nicht, kommt ganz darauf an, wie viel der Hund davon gefressen hat.

Gesund ist sie für ihn natürlich lange nicht, es muss aber auch nicht gleich der Tod befürchtet werden.

Geringe Mengen an Alufolie, zum Beispiel ein Deckel vom Joghurt oder kleine Stücke von einem Döner mit Alufolie, kann der Körper des Hundes nämlich einfach wieder durch den Kot ausscheiden, ohne dass ein Schaden entsteht.

Große Mengen können den Magen jedoch stark reizen oder sogar leicht verletzen. Dadurch kann dann auch ein Darmverschluss entstehen, welcher unbehandelt tödlich enden könnte.

Wichtig!

Bei der Beurteilung der Menge sollte immer auch die Größe und das Gewicht des Hundes beachtet werden.

Ausschlaggebend ist nämlich das Verhältnis von Magengröße zu Aluminium.

Ein Schäferhund kann deutlich mehr Alufolie vertragen als zum Beispiel ein Chihuahua!

Wichtig ist auch zu beachten, um welche Art von Alufolie es sich handelt. Typisch sind zum Beispiel die Leberwursttube oder andere Alutuben, die für den Hund besonders erstrebenswerte Leckereien enthalten.

Diese sind oft schärfer als in etwa der Joghurtdeckel und können daher mehr Schaden verursachen.

Ein Teelicht oder Stücke einer Grillschale sind weicher und reizen den Darm weniger.

Kann Magensäure Alufolie zersetzen?

Bekanntermaßen sollte nichts Saures oder Salziges in Alufolie verpackt werden, da diese Substanzen die Folie zersetzen können.

Anders als viele erwarten, spielt dies im Magen aber kaum eine Rolle.

Obwohl die Magensäure die Folie theoretisch zersetzen könnte, hat sie dazu normalerweise nicht genügend Zeit.

Im Verdauungsprozess des Hundes wird der Mageninhalt recht schnell in den Darm transportiert. Für die Magensäure ist das meist nicht lang genug, um die Alufolie anzugreifen.

Scheidet der Hund die Alufolie wieder aus?

Für den Körper des Hundes hat die Alufolie keinen Wert, denn sie enthält keinerlei wichtige Nährstoffe.

Alufolie wird daher im Verdauungsprozess einfach wieder auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Sie sollte beim nächsten Stuhlgang oder zumindest am nächsten Tag im Kot des Hundes auftauchen.

Teilweise kommt es auch vor, dass der Hund sich bald nach dem Verspeisen der Verpackung erbricht und die Folie dadurch auf diesem Wege ausscheidet.  

Was kann ich tun, wenn mein Hund Alufolie gefressen hat?

Stelle zunächst fest, woher die Alufolie kam. Meist ist der Hund ja eher an ihrem Inhalt als an dem Material selbst interessiert.

Oft ist das Nahrungsmittel, das darin verpackt war, für den Hund gefährlicher als die Folie.

Scheint er sich jedoch wohl zu fühlen, besteht wahrscheinlich kein Grund zur Sorge.

Füttere ihm bei härterem Aluminium möglichst schnell eine große Menge Sauerkraut. Dieses umhüllt den Stoff und schützt dadurch die Magenwände.

Auch Schonkost ist ratsam.

Reis und Hühnchen haben sich dazu bewährt, aber auch Kartoffeln, Karotten oder fettarmer Fisch sind gute Optionen.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

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Hat der Hund im Verhältnis zu seiner Körpergröße sehr große Mengen als Alufolie gefressen, sollte er sich innerhalb von mindestens zwei Stunden erbrechen, um sie aus dem Körper zu entfernen.  

Der Tierarzt kann dem Hund dazu ein spezielles Mittel verabreichen.

Auch wenn der Vierbeiner Verdauungsprobleme wie Verstopfung bekommt, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Dieser kann in einem Ultraschall feststellen, wo sich die Folie befindet und wieso sie Probleme bereitet.

Und natürlich auch dann, wenn der Zustand des Hundes sich im Allgemeinen verschlechtert, muss der Tierarzt ihn schnellstmöglich untersuchen, um Folgeschäden zu vermeiden.  

Aber vor allem, wenn der Inhalt der Alufolie für den Hund giftig war, wie in etwa Schokolade, Fett oder einige Früchte es sind, muss der Hund direkt zu Tierarzt!

Fazit

Es ist nicht immer einfach zu kontrollieren, was der Hund frisst.

Vor allem Abfall am Wegesrand und der eigene Mülleimer zu Hause sind häufig Quellen für ungeplante Aluminium-Snacks.

In kleiner Menge ist das Material für den Hund zum Glück aber nicht schädlich und wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden.

Sauerkraut und eine anschließende Schonkost sind das beste Mittel, um dies zu unterstützen.

Hat auch dein Hund schonmal Alufolie gefressen? Erzähle anderen in den Kommentaren gerne davon und gebe ihnen Tipps dazu! 

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