Hund hechelt nachts
Uwe

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Hund hechelt nachts: 7 Ursachen & Wann zum Tierarzt

 Du hast gehört, dass dein Hund nachts hechelt und jetzt fragst du dich, ob das normal ist.

Vielleicht ist dein Hund durch ein sehr starkes Hecheln in der Nacht auch gar nicht zur Ruhe gekommen.

Woran es liegen kann, dass dein Hund schnell atmet und was du jetzt tun kannst, verrate ich dir hier.

Inhaltsverzeichnis

Ist es bedenklich, wenn mein Hund nachts hechelt? 

Ist es bedenklich, wenn mein Hund nachts hechelt? 

Das Hecheln beim Hund ist in der Regel ganz normal. Denn dadurch kann dein Hund seine Körpertemperatur regulieren.

Wir Menschen schwitzen, wenn es uns zu heiß wird. So kann sich der Körper durch Verdunstung abkühlen.

Dein Hund kann nur an den Pfoten schwitzen. Damit kann er seinen ganzen Körper jedoch nicht abkühlen.

Wenn dein Hund gelegentlich hechelt, ist es also ganz normal.

Anders verhält es sich, wenn dein Hund im Ruhezustand lange und stark hechelt. Dann solltest du der Ursache auf den Grund gehen.

Warum hechelt mein Hund nachts: 7 Ursachen & Symptome

Deinem Hund ist zu warm

Gerade im Sommer kann es vorkommen, dass es auch nachts zu warm ist.

Dein Hund versucht dann seinen Körper über das Hecheln abzukühlen. Manch ein Hund trinkt auch viel, wenn es ihm zu warm ist.

Gleiches kann auch für den Winter gelten, wenn die Heizung nachts aufgedreht ist.

Falsches Futter oder falsche Zeit

Bekommt dein Hund besonders fettiges Essen oder rohes Fleisch, kann ihn die Verdauung nachts beschäftigen.

Bekommt deine Fellnase das Futter erst kurz vor dem Schlafen, kann ihn das ebenfalls nachts hecheln lassen.

Denn wenn dein Hund verdaut, erhöht sich die Körpertemperatur. Zudem kann Sodbrennen Unruhe verursachen.

Dadurch kann es dir vorkommen, als würde dein Hund ohne Grund hecheln.

Dein Hund hat Stress oder Angst

Ist dein Hund in einer fremden Umgebung, kann das für ihn Stress bedeuten. Das äußert sich oft auch durch einen hohen Puls. Vielleicht hörst du sogar sein Herz schlagen.

Auch die Abwesenheit einer Bezugsperson kann für deinen Hund stressig sein und eine schnelle Atmung bewirken.

Stress und Angst können bei deinem Hund aber auch durch laute Geräusche verursacht werden, wie bei einem Gewitter oder Feuerwerk.

Dein Hund ist krank oder hat Schmerzen

Dein Hund atmet schnell im Schlaf, obwohl vorher alles normal erschien? Vielleicht ist er krank und bekommt Fieber oder er hat Schmerzen.

In manchen Fällen kommen die Wehwehchen erst nachts, wenn der Körper deines Hundes zur Ruhe kommt.

Gerade durch einen aktiven Tagesablauf kann dein Hund von Krankheitssymptomen und Schmerzen abgelenkt werden.

Vielleicht liegen bei deinem Hund Gelenkprobleme vor, die er merkt, wenn sich sein Körper abends entspannt.

Aber auch Herzprobleme oder eine Erkrankung der Lunge können die Ursache sein.

Deine Hündin wird läufig

Gerade vor und während der ersten Läufigkeit können junge Hündinnen unruhig werden und stark hecheln.

Die Läufigkeit, auch Hitze genannt, kannst du meist schon recht früh an einer geschwollenen Scheide erkennen. 

Auch wenn du einen unkastrierten Rüden hast, kann es sein, dass er auf eine läufige Hündin in der Nachbarschaft mit Unruhe und starkem Hecheln reagiert.

Interessant:

Mach eine Hündin zeigt schon drei bis vier Wochen vor der Läufigkeit ein verändertes Verhalten. Die Läufigkeit dauert dann nochmal etwa 21 Tage an.

Ihr wart abends noch joggen

Sportliche Aktivitäten wie Joggen am späten Abend können dazu führen, dass die Körpertemperatur deines Hundes noch lange recht hoch ist.

Wer viel Sport macht, kennt das sogenannte Nachschwitzen. Damit versucht der Körper auch lange nach dem Sport die Temperatur wieder zu senken.

Da dein Hund seine Temperatur nicht durch das Schwitzen senken kann, hechelt er auch noch lange nach eurer sportlichen Einlage.

Wie viel Hecheln ist normal?

Wie viel Hecheln ist normal?

Im Ruhezustand atmet ein Hund für gewöhnlich etwa 40-mal pro Minute. Starkes Hecheln kann sich in bis zu 400 Atemzügen pro Minute äußern.

Das Hecheln sowie die Lautstärke können sich auch von Rasse zu Rasse unterscheiden.

So müssen Hunde mit einer kurzen Nase öfter hecheln, um sich abzukühlen.

Große Hunde müssen auch einen größeren Körper abkühlen, was ebenfalls ein starkes Hecheln begünstigen kann.

Daher ist es sehr individuell, wie sehr dein Hund hecheln sollte.

Beobachtest du jedoch, dass dein Hund gerade nachts stark und ohne erkennbaren Grund hechelt, solltest du aufmerksam sein und gegebenenfalls den Tierarzt aufsuchen.

Was tun, wenn mein Hund nachts hechelt?

Ist deinem Hund zu warm, kannst du ihm einen Schlafplatz ein einem kühleren Ort anbieten. Auch eine kühlende Unterlage kann helfen, wenn ein Hund wegen starker Hitze hechelt.

Sportliche Aktivitäten solltest du mit deinem Hund früher am Tag durchführen. Abends sollte es dann etwas ruhiger zugehen, damit sich der Körper auf die Nacht einstellen und erholen kann.

Hat dein Hund nach einer späten Fütterungszeit Probleme, kannst du es mit einer früheren Zeit probieren.

Reagiert dein Hund auf Gewitter oder Feuerwerk, biete ihm einen ruhigen, abgedunkelten Ort an. Am besten lässt du ihn dort auch nicht alleine.  Bleib dabei selbst ruhig.

Manch ein Hund lässt sich in einer Stresssituation auch mit Spielen ablenken. So bekommt er das Feuerwerk an Silvester nicht so sehr mit.

Aber nicht jeder Hund ist in einer solchen Situation für Spiele zu begeistern.

Wichtig:

Hechelt dein Hund plötzlich besonders stark in der Nacht und du kannst keinen Grund dafür ausmachen, solltest du mit ihm zum Tierarzt. Der Tierarzt kann herausfinden, ob dein Hund Schmerzen hat oder das Hecheln durch eine Krankheit ausgelöst wird.

Wann sollte ich zum Tierarzt?

Tierarzt untersucht Hund

Wenn du deinen Hund gut beobachtest, kannst du sicherlich schnell feststellen, ob hinter seinem Hecheln ein harmloser Grund steckt oder die Ursache ernster ist.

Gibt es keinen ersichtlichen Grund, warum dein Hund hechelt, solltest du den Tierarzt aufsuchen.

Gerade, wenn dein Hund auch tagsüber ein geändertes Verhalten zeigt oder träge und matt wirkt.

So kannst du schnell abklären lassen, ob dein Hund vielleicht Schmerzen hat oder eine Krankheit vorliegt.

Fazit

Dein Hund hechelt nachts und hält damit sich selbst und dich wach? Dann solltest du herausfinden, woran das liegt.

Denn Hunde haben ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Erholungsphasen sind bei Hund und Mensch wichtig, denn sonst kann das Immunsystem geschwächt werden.

Manchmal ist die Ursache für das starke Hecheln eines Hundes ganz schnell gefunden und leicht gelöst. Dann stehen erholsamen Nächten für Zwei- und Vierbeiner nicht mehr im Wege.

Vermutest du jedoch ein schwerwiegendes Problem und hast du andere Ursachen schon ausgeschlossen, solltest du deine Fellnase dem Tierarzt vorstellen.

Denn lieber hast du ihn einmal zu oft durchchecken lassen, als eine schwerwiegende Krankheit zu übersehen.

Hast du deinen Hund nachts schon mal stark hecheln gehört? Was war die Ursache und wie bist du damit umgegangen? Verrate es mir in den Kommentaren. 

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