Hund erbricht: 8 Hausmittel, die wirklich helfen (Ratgeber)

Erbrechen beim Hund Hausmittel

In der Regel hat die Natur es so vorgesehen, dass alles, was bei unseren Hunden oben reingeht, unten wieder herauskommt. 

Allerdings kann es sein, dass einige Dinge dann doch wieder nach oben gebracht, also erbrochen, werden. 

Hausmittel können helfen, wenn es zu Erbrechen beim Hund kommt. Welche das sind? Das erklärt Dir der folgende Ratgeber.


Erbrechen beim Hund: 8 Hausmittel, die helfen

Vorweg: Ein Hausmittel ersetzt im Ernstfall nicht die Medikamente, die ein Tierarzt verschreiben kann. Dennoch können sie sowohl kurzfristig helfen, als auch in einigen Fällen langfristig vorbeugen.

Das gilt auch für die Hausmittel gegen Erbrechen beim Hund, die wir Dir nun genauer vorstellen, wenn Dein Hund unter Erbrechen leidet.

Hühnchen/Geflügel

Geflügelfleisch ist unter anderem reich an Proteinen. Zudem ist es leicht verdaulich. Genau richtig also, wenn Deine Fellnase erbricht und demnach auch unter einem gereizten Magen leidet.

Zudem liefern Hühnchen & Co. wichtige Nähr- und Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium. Diese wiederum sind wichtig, um den Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Gut zu wissen:

Sämtliche Geflügelsorten sollten gut abgekocht serviert werden – so kannst Du das Risiko von Salmonellen vermeiden, die ansonsten für weiteren Ärger im Magen-Darm-Bereich sorgen können.

Außerdem sollte das Fleisch natürlich ungewürzt sein – denn die meisten Gewürze vertragen sich ebenfalls nicht mit dem empfindlichen Hundemagen.

Reis

Reis kann auch außerhalb des Erbrechens als Teil einer Schonkost verabreicht werden. Wie Geflügel, kann auch Reis von Deinem Hund einfach verdaut werden.

Warum er als Durchfall und Erbrechen-Hausmittel hilft? Er ist reich an Stärke. Und diese wiederum bindet Flüssigkeit. 

Das ist gerade bei weichem Kot wichtig. Und trägt dazu bei, dass wichtige Nährstoffe nicht mit diesem ausgeschieden werden.

Der Reis sollte darüber hinaus leicht gesalzen sein. Ja, Salz entzieht dem Körper zwar auch Flüssigkeit. 

Es versorgt den Organismus aber gleichzeitig mit wichtigen Elektrolyten und Nährstoffen.

Lese-Tipp: entdecke auch unseren Artikel zum Thema Hund erbricht gelben Schleim und erfahre was du dagegen tun kannst.

Möhren

Möhren sind kleine orange Allrounder, wenn es um die Gesundheit Deines Hundes geht. So helfen sie auch bei Erbrechen und bei Durchfall.

Tatsächlich fungiert das abgekochte Gemüse als natürliches Antibiotikum. Ist beispielsweise Durchfall ein weiteres Symptom neben dem Erbrechen, verhindern Möhren, dass sich weitere Bakterien auf der Darmwand absetzen.

Gut zu wissen:

Möhren oder Karotten eignen sich als Vorbeugung gegen Bakterienbefall und weitere Krankheiten, die den Magen-Darm-Trakt betreffen können.

Als gesundes Hausmittel, das darüber hinaus reich an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen ist, können sie die Darmflora Deines Hundes stärken – und damit auch das Immunsystem.

Probiere doch einmal die Morosche Karottensuppe

Diese wird besonders lange gekocht, was bestimmte Enzyme freisetzt, die wahre Wunder bei Erbrechen und Durchfall bewirken sollen. Zusätzlich kannst Du etwas Hühnchenfleisch in die Suppe geben.

Kamille

Wahrscheinlich bist Du als Kind auch in den Genuss von Kamillentee gekommen, wenn Dein Magen in Aufruhr war?

Was bei uns Menschen hilft, kann auch Deinem Hund helfen, Übelkeit, Erbrechen und Magenprobleme zu lindern. Denn Kamille wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antibakteriell.

Gut zu wissen:

Besonders effektiv ist das Heilkraut in Kombination mit Fenchelsamen. Diese stehen ebenfalls in dem Ruf, bei Magen- und Darmproblemen zu helfen und regeln auf natürliche Weise die aus dem Lot geratene Verdauung.

Ingwer

Ingwer ist seit Jahrhunderten ein bewährtes Allheilmittel, wenn es um Magen- und Darmprobleme geht. 

Die hier enthaltenen Inhaltsstoffe regulieren nicht nur die Verdauung. Sie lindern auch Blähungen, Übelkeit und den Brechreiz.

Außerdem wirkt Ingwer entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Allerdings solltest Du die Verabreichung an Deinen Hund nicht übertreiben

Denn zu viel des Ingwers kann im Umkehrschluss durchaus Durchfall und Sodbrennen auslösen.

Joghurt

Ist die Darmflora angeschlagen, liegt das meist daran, dass hier zu wenige der „guten“ Darmbakterien vorhanden sind. 

Das wiederum kann sich auf den Magen auswirken und zu Erbrechen führen.

Hast Du kein Pro- oder Präbiotikum zur Hand, kann natürlicher Joghurt helfen. 

Denn dieser ist mit den gesunden Darmbakterien „ausgestattet“ und kann auch einen aufgeregten Hundemagen beruhigen.

Haferflocken/Haferbrei

Haferbrei oder Porridge war schon bei unseren Großmüttern ein bewährtes Hausmittel, wenn der Magen Probleme bereitete.

Auch für unsere Hunde sind Haferflocken ein gutes Hausmittel, wenn sie unter Durchfall und Erbrechen leiden. Denn Hafer ist reich an Ballaststoffen

Und Hafer hat die Eigenschaft, sich wie ein Schutzfilm über die Magenwand zu legen.

Und das ist noch nicht alles. Hafer bindet Flüssigkeit – und das innerhalb kürzester Zeit und in durchaus beachtlichen Mengen.

Ulmenrinde

Die Ulmenrinde ist reich an Vitaminen und wirkt entzündungshemmend

Leidet Dein Hund beispielsweise an einer Magenübersäuerung, die einen Brechreiz auslöst? Dann kann Ulmenrinde helfen.

Sie reguliert den Basen-Säure-Haushalt des Magens. Allerdings sollte dieses Hausmittel nicht in Kombination mit anderen Medikamenten verabreicht werden, da diese sonst nicht ihre volle Wirkung entfalten können.


Wann sollte ich zum Tierarzt?

Preiserhöhung beim Tierarzt: ab November bis zu 22 %

Hat Dein Hund sich nur einmal erbrochen, vielleicht, weil ihm das Futter auf den Magen geschlagen ist? Dann besteht noch kein Grund, sofort zum Tierarzt zu fahren.

Anders verhält es sich, wenn weitere Symptome zum Erbrechen hinzukommen – angefangen bei Durchfall. 

Diese beiden Ausscheidungen können für Deinen Hund schnell gefährlich werden, da sie ihn dehydrieren.

Davon abgesehen, ist es nicht auszuschließen, dass eine Krankheit den Auslöser gesetzt hat, gegen die ein Hausmittel nur kurzfristig ankommen kann.

Die Faustregel für Erbrechen und Durchfall beim Hund: Sind die Symptome nicht innerhalb von maximal 24 Stunden abgeklungen, geht es ohne weitere Hausmittel-Umwege zum Tierarzt.


Fazit

Erbrechen beim Hund kann diverse Ursachen haben – angefangen beim falschen Futter über eine Übersäuerung des Magens bis hin zu einer gefährlichen Magendrehung oder einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes

Bei leichten Beschwerden können die von uns vorgestellten Hausmittel erste Linderung verschaffen

Und auch die Darmflora und den Magen des Hundes langfristig „fitter“ machen. Klingen die Beschwerden allerdings nicht ab, solltest Du mit Deiner Fellnase auf jeden Fall zum Tierarzt fahren.

Hast Du schon einige der hier vorgestellten Hausmittel ausprobiert? Oder haben wir vielleicht sogar das ein oder andere vergessen, das bei Deinem Hund bei Erbrechen und Durchfall geholfen hat? 

Dann verrate uns diese doch in unseren Kommentaren!

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