Hund knurrt Familienmitglied an
Uwe

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Hund knurrt Familienmitglied an? DAS kannst du tun (Ratgeber)

Wenn dein Hund plötzlich ein Familienmitglied anknurrt, ist das für alle meistens eine unangenehme Situation. Besonders Kinder finden sich damit oft nicht zurecht.

Wie du mit dem Knurren deines Hundes gegenüber Familienmitgliedern umgehen solltest und welche Ursachen hinter dem Knurren stecken können, erfährst du in diesem Beitrag. 

Mein Hund knurrt ein Familienmitglied an – Ursachen

hund knurrt

Wenn dein Hund ein Familienmitglied anknurrt, muss das nicht unbedingt eine Drohgebärde sein. Dein Hund ist deshalb auch nicht zwangsläufig aggressiv.

Unsere Vierbeiner können nicht wie wir über Worte kommunizieren, deshalb greifen sie auf ihre Körpersprache zurück. Dazu gehört auch bellen, oder eben auch knurren.

Somit kann das Knurren deines Hundes eine Art Warnung oder Verwarnung gegenüber deinem Familienmitglied sein.

Doch welche Ursachen kann das Knurren haben?

Schmerzen

Wenn du beim Spielen oder Streicheln ein Knurren deines Hundes wahrnimmst, können hier Schmerzen aufgrund von Krankheit oder Verletzungen der Auslöser sein.

Eventuell hat dein Hund sich beim letzten Gassigehen oder beim Spielen verletzt und reagiert bei Berührung der schmerzenden Stelle mit Knurren.

Hier solltest du herausfinden, welche Stelle am Körper deines Hundes betroffen ist und auf weitere Symptome achten. Humpeln oder zaghaftes Aufstehen sind beispielsweise solche Nebenerscheinungen.

Achtung:

Kannst du äußerlich keine Verletzung feststellen, solltest du deinen Hund einige Zeit weiter beobachten und im Zweifelsfall den Tierarzt aufsuchen.

Dominanzverhalten

Gerade heranwachsende oder pubertierende Hunde möchten Familienmitgliedern oft ihren Rang im Rudel streitig machen oder ihre Grenzen austesten.

Meistens erfolgt das Knurren gegenüber Kindern. Dein Hund zeigt mit dem Knurren, dass er sich in der Rangfolge über den Kindern sieht.

Manchmal knurrt und bellt der Hund auch den Partner an.

Ein lautes und dominantes „Nein“ von dir oder dem betroffenen Familienmitglied kann hier bereits helfen und sollte immer schon möglichst im Ansatz des Knurrens erfolgen.

Frustration

Die ganze Familie liebt den Hund und alle meinen es nur gut. Zu gut manchmal. Denn oft möchte der Vierbeiner nicht gestreichelt, sondern einfach in Ruhe gelassen werden.

Den Hund zu streicheln, während er frisst, ist dabei oft eine blöde Idee, die mit Knurren beantwortet wird.

Ebenso sollte die ganze Familie respektieren, wenn dein Hund einfach schlafen oder sich in der Sonne ausruhen möchte.

Bringt dein Hund mit Knurren zum Ausdruck, dass er in Ruhe gelassen werden will, ist das eine nachvollziehbare Reaktion, denn auch wir Menschen lassen uns beim Essen oder Schlafen ungern stören und reagieren mitunter aggressiv, wenn jemand sich nicht daran hält.

Angst

Dein Hund ist gerade am Dösen und im Vorbeigehen fällt deinem Kind oder Partner etwas herunter. Dein Hund erschrickt, wird aus dem Halbschlaf gerissen und knurrt.

Dieses Szenario kann jederzeit vorkommen. Verständlicherweise hat dein Hund kurz Angst, wenn er sich erschrickt.

Dagegen kann man wenig tun, außer künftig etwas besser aufzupassen.

Angst oder Unsicherheit können jedoch auch andere Ursachen haben. 

Klingelt ein Familienmitglied an der Tür und dein Hund knurrt dabei, ist es wahrscheinlich, dass sein Knurren nicht dem Familienmitglied gilt, sondern er Angst vor der Türglocke hat.

In diesem Beispiel solltest du beobachten, ob das Verhalten deines Hundes auch anderen Personen gegenüber, wie beispielsweise dem Postboten gilt.

Mit dieser Erkenntnis kannst du deinen Hund nach und nach auf die Türglocke sensibilisieren.

Weitere angstauslösende Beispiele wären, wenn deine Kinder mit dem Rad oder Skateboard schnell auf den Hund zukommen und abrupt abbremsen. 

Das ängstliche Knurren gilt dabei weniger den Kindern, vielmehr den Spielzeugen, in denen dein Hund eine Bedrohung sieht.

Wie soll sich das betroffene Familienmitglied verhalten, wenn der Hund knurrt?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich zunächst über die Ursache des Knurrens im Klaren sein.

Knurrt der Hund beim Spielen, könnte er Schmerzen haben. Gerade Kinder übertreiben es beim Toben oft unbewusst und bereiten dem Hund Schmerzen. 

Wiederholt sich das, kann es dazu führen, dass der Hund das Kind bereits beim bloßen Anblick anknurrt, sozusagen als Warnung.

Du solltest daher deinen Kindern klarmachen, dass auch ein Hund Schmerzen empfindet und entsprechend zu einem entsprechenden Umgang mit dem Vierbeiner sensibilisieren.

Knurrt dein Hund, drückt er damit Unbehagen, Schmerzen oder Angst aus. Dein Familienmitglied sollte somit die Tätigkeit, die das Knurren auslöst, unterbinden und sich zurückziehen.

Knurrt dein Hund aus Dominanzverhalten, wäre es gut, den Hund mit einem klaren „Nein“ in seine Schranken zu weisen. 

Das betrifft meist junge Hunde, aber auch erwachsene Hunde, die neu in eine Familie gekommen sind.

Spätestens wenn zum Knurren eventuell noch „rammeln“ von Familienmitgliedern dazu kommt, ist es mit einem bloßen Nein nicht mehr getan. 

Hier sollte der Hund auf seinen Platz verwiesen und für kurze Zeit ignoriert werden.

Dein Hund muss die Rangfolge in seinem Rudel, deiner Familie, akzeptieren. Anschreien oder gar körperliche Gewalt sind dabei vollkommen überflüssig.

Was kann ich tun, wenn der Hund meine Familie anknurrt?

Was kann ich tun, wenn der Hund meine Familie anknurrt

Als Rudelführer ist es deine Aufgabe deinem Hund beizubringen, welchen Rang er in deiner Familie hat.

Hierzu gibt es keine allgemeingültigen Anleitungen ihm das Knurren abzugewöhnen. Dein Erziehungsstil sollte auf jeden Fall ohne Gewalt, dafür aber mit Konsequenz und Durchsetzung erfolgen.

Gerade Anfänger sind bei dieser Frage oft überfordert. Eine Hundeschule oder ein Hundetrainer können dich bei der Erziehung deines Hundes unterstützen.

Selbstverständlich ist ein Hund kein Teddybär, den man beliebig zum Spielen benutzen kann. Du solltest deine Familie auf die Belange und Intimsphäre deines Hundes sensibilisieren.

Möchte dein Hund fressen, sich ausruhen oder schlafen, ist keine Spiel- oder Streichelzeit.

Interessanterweise sind es dabei oftmals nicht die Kinder, die dem Hund auf den Keks gehen, sondern erwachsene Familienangehörige.

Gut zu Wissen:

Die meisten Hunde haben gegenüber Kindern oft eine höhere Toleranzschwelle als gegenüber Erwachsenen. 

Ist das Knurren immer böse gemeint? 

Wie bereits beschrieben, gehört Knurren zur Körpersprache bei Hunden. Sie sagen damit „lass das“, „das tut mir weh“ oder „lass mich in Ruhe“.

Sofern diese Aussagen toleriert werden, hat das auch nichts mit Aggression zu tun. Vielmehr sind das ganz normale Reaktionen.

Allerdings kann sich aus Knurren auch ein Schnappen oder gar Beißen entwickeln, wenn die Ursache für das Knurren nicht abgestellt wird.

Deshalb solltest du und deine Familie das Knurren nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Allerdings: Es gibt auch ein wohliges Knurren. Dieses ist jedoch vom Knurren aus Unbehagen gut zu unterscheiden. Beispielsweise, wenn dein Hund beim Knurren nicht die Lefzen hochzieht und sich auf den Rücken legt.

Fazit

Knurrt dein Hund Familienmitglieder an, solltest du deinen Hund nicht sofort maßregeln. Vielmehr solltest du die Ursache erkennen und entsprechend handeln.

Knurren ist ein eher harmloses Mittel um zu zeigen, etwas gefällt mir nicht. Deinen Hund zu bestrafen, weil ein Familienmitglied Dinge unternimmt, die deinem Hund nicht gefallen, wäre sicher der falsche Weg.

Hast du ähnliche wie in dem Artikel beschriebenen Erfahrungen gemacht oder etwas hinzuzufügen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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1 Kommentar zu „Hund knurrt Familienmitglied an? DAS kannst du tun (Ratgeber)“

  1. Avatar

    Hallo hab ein Problem mit meinem Hund sobald meine Mädels das Zimmer betreten knurrt er er hört auf mein Kommando in dem Moment auch nicht

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