Hund legt sich immer weg von mir: 4 Ursachen & Lösungen

hund legt sich immer weg von mir

Was gibt es Schöneres, als mit dem eigenen Hund zu kuscheln? 

Leider teilen nicht alle Vierbeiner diese Begeisterung. Mancher Hund liegt lieber allein, andere legen sich nach ein paar Minuten weg.

Hier erfährst du, welche Bedürfnisse hinter diesem Verhalten stehen, was du tun kannst, damit dein Hund deine Nähe genießt und wann du einen Tierarzt aufsuchen solltest.

Kurz & Knapp: Warum legt sich mein Hund immer von mir weg?

Wenn dein Hund nicht mehr mit dir kuscheln möchte, kann das verschiedene Hintergründe haben – manche kannst du beeinflussen, andere musst du akzeptieren.

Hat dein Hund Schmerzen, kann es sein, dass diese durch Berührung verstärkt werden und er sich deshalb deiner Nähe entzieht.

Manchmal belästigen wir unsere Hunde nahezu mit unserer Liebe. Findet dein Hund keine Ruhe neben dir, weil du ihn ständig streichelst oder ansprichst? Dann legt er sich irgendwann von dir weg, um seinen Schlafmangel auszugleichen.

Auch Hunde können unter Depressionen und Traumata leiden. Diese Hunde liegen lieber alleine, weil sie sich nicht gut fühlen oder weniger Vertrauen in Menschen haben. Mit einem Hundepsychologen können diese Probleme verringert werden.

Alte Hunde ziehen sich häufiger zurück, da ihr Ruhebedürfnis steigt. Außerdem können Altersbeschwerden das erklettern des Sofas erschweren. Mit einem ungestörten Ruheplatz schenkst du deinem alten Freund Wohlfühlmomente.

Es ist sinnvoll tierärztlich abzuklären, was hinter dem Rückzugsbedürfnis deines Hundes steckt. Wenn du eine Online-Sprechstunde bei Dr. Sam ausmachen möchtest, kann dir eine Tierärztin schnell und verständlich diagnostizieren, weshalb dein Hund Distanz sucht. 

Mein Hund distanziert sich von mir: 4 Ursachen

Wenn dein Hund lieber alleine liegt – nimm es nicht persönlich! 

Versuche lieber herauszufinden, aus welchem Grund dein Hund nicht mit dir kuscheln möchte.

Wir haben dir vier Ursachen aufgelistet.

1. Körperliche Leiden

Hat dein Hund Schmerzen, die durch Berührung verstärkt werden, wird er vermeiden, sich neben dich zu legen.

Weitere Symptome:

Es kann alles Mögliche hinter den Schmerzen deines Hundes stecken. 

Am Besten gehst du schnellstmöglich zum Tierarzt, wenn dein Hund auf einmal nicht mehr gerne mit dir kuschelt und zudem Schmerzsymptome zeigt.

2. Schlafmangel 

Hunde brauchen sehr viel Ruhe – wie viel, ist uns häufig gar nicht bewusst. Erwachsene Hunde ruhen ca. 17 Stunden am Tag. Welpen und alte Hunde brauchen sogar mindestens 20 Stunden

Ein gestresster Hund kann sich nicht entspannen. Und stressig kann vieles sein – auch du!

Sei ehrlich – kuschelst du die ganze Zeit mit ihm, wenn er neben dir schlafen möchte?

Dann ist es verständlich, dass dein Hund lieber alleine liegt. Gestreichelt werden mag schön sein, aber bitte nicht dauernd. 

Richte deinem Hund einen ruhigen Rückzugsort ein, an dem ihn keiner stört – nicht einmal du. Dann kann er dir deutlich zeigen, wann er Kuscheln möchte und wann er seine Ruhe braucht.

Lese-Tipp: Entdecke auch unseren Artikel zu – Hund legt sich auf meinen Platz, wenn ich aufstehe

Gut zu Wissen:

Was wir als Geste der Zuneigung verstehen, kann in Hunden Stress auslösen. Umarmungen und vornübergebeugte Streicheleinheiten sind starke Dominanzgesten, die den Hund eher in die Flucht treiben. Manchmal ist weniger mehr.

Lass deinen Vierbeiner auch mal ganz in Ruhe, wenn er neben dir liegt. ´Kontaktliegen` ist bereits ein großer Liebesbeweis.

3. Depressionen und Traumata

Manche Hunde tragen belastende psychische Päckchen mit sich herum, die dafür sorgen, dass der Hund Abstand sucht.

Für Depression gibt es viele Auslöser:

Wenn dein Hund aus negativer Zucht oder als “Second-Hand-Hund” mit schwieriger Vergangenheit zu dir kommt, hat er vielleicht traumatische Erfahrungen gesammelt.

Er braucht länger, um Vertrauen zu dir zu fassen. Du solltest das akzeptieren und deinen Hund nicht zu Nähe drängen. Sonst bestätigst du ihn in seinem Argwohn.

Ein Hundepsychologe kann deinem Hund und dir helfen, psychische Probleme in den Griff zu bekommen.

4. Alter

Es ist ganz normal, dass sich ältere Hunde aus dem trubeligen Alltag zurückziehen. Sie brauchen mehr Ruhe als zuvor und liegen darum gerne alleine auf ihrem Platz.

Es kann natürlich auch sein, dass Oma oder Opa Hund nicht mehr agil genug sind, um auf’s Sofa zu springen. 

Lasse den Hundesenior vom Tierarzt auf Altersleiden durchchecken. 

Wenn diese ausgeschlossen werden können, biete deinem Hundesenior einen kuscheligen Platz an, der seinen alten Knochen gut tut. 

Wenn er ihn aufsucht, wird er von allen Rudelmitgliedern in Ruhe gelassen. 

Lese-Tipp: Du fragst dich, warum dein Hund nicht mit dem Rudelführer kuschelt? Erfahre in unserem Artikel „Hund kuschelt nicht mit Rudelführer: 4 Ursachen & Tipps“, welche Gründe dahinter stecken und erhalte hilfreiche Tipps, um die Bindung zu deinem Vierbeiner zu stärken.


Wohlfühl-Anzeichen beim Hund 

Manche Hunde sind sehr verschmust, andere Hunde kuscheln nicht gerne – jeder Hund hat seinen eigenen Charakter. 

Um herauszufinden, was deinem Hund gefällt, achte auf Anzeichen des Wohlbefindens. Dein Hund drückt auf vielerlei Art aus, dass es ihm gut geht:

  • er legt sich freiwillig in deine Nähe
  • er lehnt sich an dich
  • er wälzt sich
  • die Rute pendelt entspannt auf halber Höhe hin und her
  • er dreht sich auf den Rücken und bietet dir den Bauch zum Kraulen an
  • wenn du mit dem Streicheln innehältst, bleibt er da und stupst dich vielleicht sogar an, damit du weitermachst
  • Schmatzen, Abschnaufen und Seufzen sind ebenfalls Anzeichen dafür, dass dein Hund neben dir entspannen kann

Lese-Tipp: Du hast einen alternden Vierbeiner, der nur noch draußen liegen möchte? Erfahre in unserem Artikel „Alter Hund will nur noch draußen liegen: 5 Ursachen & Tipps“, warum das so ist und welche hilfreichen Tipps wir für dich parat haben.


Lösungsansätze

Wenn sich dein Hund immer weg von dir legt, überprüfe zunächst dein eigenes Verhalten.

Lässt du ihm keine Ruhe, wenn er neben dir liegt – durch dauerndes Betatschen?

Tust du Dinge, die ihn ungewollt einschüchtern – beugst du dich über ihn, umarmst du ihn?

Wenn du dich ertappt fühlst, dann versuche deinen Hund ab jetzt weniger zu bedrängen.

Halte ihn nicht fest, streichle ihn mit ruhigen Bewegungen und kraule ihn an Hals oder Brust. Finde heraus, wie lange und an welchen Körperstellen dein Hund gerne berührt wird.

Wenn dein Hund immer noch auf Distanz geht, ziehe einen Tierarzt oder Hundepsychologen hinzu.

Tipp:

Wenn dein Hund nicht gerne kuschelt, zeige ihm auf anderem Weg deine Liebe – durch gemeinsames Spielen, Abenteuer erleben oder ihn einen Kauknochen neben dir kauen lassen. Wenn er begeistert mitmacht, kannst du das auch als Zuneigungsbekundung von ihm an dich werten.


Erklär-Video


Fazit 

Wenn sich dein Hund immer weg von dir legt findet er neben dir eventuell nicht die Entspannung, die er benötigt.

Das kann am gesteigerten Ruhebedürfnis im Alter liegen oder an einem zu hohen Stresslevel durch Lärm oder ständige Aufmerksamkeit. 

Auch Depressionen und Traumata sowie körperliche Schmerzen können deinen Hund zur Distanz veranlassen. 

Versuche, den Charakter deines Hundes zu akzeptieren und auf Wohlfühl-Zeichen zu achten. So kannst du herausfinden, wann es deinem Hund zu bunt wird und er seine Ruhe braucht.

Will dein Hund ganz plötzlich nicht mehr mit dir kuscheln oder zeigt andere Auffälligkeiten wie Appetitverlust, Aggression oder Schmerzsymptome, solltest du dich von einem Tierarzt beraten lassen.

Die Tierärztinnen von Dr. Sam helfen dir bei der Anamnese – und das ganz praktisch in einer Online-Sprechstunde. So kannst du das Problem bequem von zu Hause anpacken.

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