Dürfen Hunde Kokosnuss essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen hunde Kokosnuss essen?

Sommer, Sandstrand, sorgenfrei – danach schmeckt die Kokosnuss. Aber schmeckt das Flair auch aus dem Hundenapf?

Die exotische Kokosnuss ist für ihre gesundheitsfördernde Wirkung längst bekannt und der Napf ist natürlich nicht für dich gedacht. 

Vielmehr stellen wir uns die Frage: “Dürfen Hunde Kokosnuss essen?”

In diesem Artikel erklären wir dir, ob Hunde Kokosnuss essen dürfen und wenn ja, wie!

Kurz & Knapp: Darf mein Hund Kokosnuss essen?

Ja, Hunde dürfen Kokosnuss essen! Kokosnuss ist in vielen Varianten eine sinnvolle Ergänzung auf dem Speiseplan deines Hundes. Du kannst deinem Hund sowohl frische Kokosnuss als auch Kokosflocken, Kokosraspel, Kokoswasser und Kokosöl geben.

Inhaltsverzeichnis

Was kann die Kokosnuss?

Kokosnuss gilt zurecht als Superfood – auch für unsere Hunde!

Sie liefert reichlich gesunde Fettsäuren, jede Menge Ballaststoffe, viele Vitamine und Proteine. 

Außerdem besteht das Fruchtfleisch der Kokosnuss zu 45 % aus Wasser, ist kohlenhydratarm und glutenfrei.

Nicht gänzlich erforscht, aber in aller Munde, ist die Wirkung von Kokos gegen lästige Parasiten. 

Achtung:

Auch wenn die Kokosnuss fast zur Hälfte aus Wasser besteht, ist das Fruchtfleisch reich an Kalorien. Übergewichtige Hunde sollten Kokosnuss also nicht regelmäßig fressen.

Halbierte Kokosnuss

Nährstoffbombe Kokosnuss

Die Kokosnuss steckt voller positiver Inhaltsstoffe, von denen auch dein Hund profitiert:

VitamineWirkung
B1zentrale Rolle im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel
B2Stoffwechsel
B6Proteinstoffwechsel
Cfängt freie Radikale, gilt als natürliches Antioxidans, stärkt das Immunsystem
EZellschutz, Energiestoffwechsel
Mineralien
Magnesiumregt den Zellstoffwechsel an, Proteinsynthese, steuert Nerven- und Muskelfunktionen (auch Herz)
PhosphorStabilisiert das Skelett, unterstützt Muskel- und Gehirntätigkeit
SchwefelBildung S-haltiger Verbindungen (Aminosäuren, Vitamine etc.)
KalziumEnergiestoffwechsel, stärkt Knochen und Zähne, Blutgerinnung
Mangansorgt für Fruchtbarkeit, verhindert Wachstumsstörungen
Kaliumreguliert die Herzfrequenz, verhindert Haarausfall und Gewichtsverlust
Spurenelemente
Eisensorgt für reibungslosen Sauerstofftransport, stärkt das Immunsystem
SelenSchutz vor Zellmembranen

Eine Kokosnuss, viele Möglichkeiten

Bis auf die Schale, sind alle Teile der Kokosnuss zum Verzehr von Hunden geeignet. Nachfolgend deine Möglichkeiten:

Frische Kokosnuss:

Über eine Abwechslung in Form von frischem Kokosfleisch, freut sich dein Vierbeiner mit Sicherheit! Dazu einfach das Fruchtfleisch aus der Kokosnuss lösen und mit der Hauptmahlzeit deines Lieblings vermengen.

Kokosraspel oder -flocken: 

Bringen die Verdauung in Schwung und sind eine beliebte und günstige Variante, die vielen Barfern bereits geläufig ist. Kokosraspel oder -flocken kannst du in Wasser einweichen und mit dem restlichen Futter im Napf servieren. 

Kokoswasser:

Das in der Kokosnuss enthaltene Kokoswasser ist eine willkommene Erfrischung an heißen Sommertagen. Über das Wasser mit Geschmack wird er sich mit Sicherheit freuen!

Kokosmilch:

Anders als vermutet, enthält die Kokosnuss keine Kokosmilch sondern lediglich Kokoswasser. Die Kokosmilch entsteht erst durch das Pressen des Fruchtfleischs. In Maßen kannst du sie auch deinen Hund trinken lassen.

Kokosfett:

Auch bekannt als Kokosöl, eignet sich sowohl zur inneren als auch zur äußeren Anwendung bei deinem Hund. Es kann den Hundekörper bei der Abwehr von Parasiten unterstützen.

Hat die Kokosnuss auch Nachteile?

Wie so oft, gilt auch hier: Die Menge macht das Gift!

Generell sind Kokosnüsse für deinen Hund weder giftig noch schädlich. 

Wenn dein Vierbeiner noch nie Kokosnuss gegessen hat, solltest du sie – egal in welcher Form – langsam in seinen Speiseplan integrieren. 

Manche Hunde reagieren auf Kokosfleisch oder Kokosmilch mit Bauchschmerzen oder Durchfall.

Tipp:

Lasse deinen Hund ein bisschen Kokosfleisch knabbern und warte mindestens 24 Stunden ab, bevor du ihm mehr davon gibst. Wenn er die Kokosnuss gut verträgt, kannst du auch andere Varianten ausprobieren und sie häufiger als Beigabe im Napf verwenden.

Ganze Kokosnüsse

Kokosnuss zur äußeren Anwendung

Bitte nicht werfen!

Gemeint ist das Kokosöl, welches du deinem Hund auf Haut und Fell auftragen kannst.

Kokosfett gilt, durch seine antibakterielle Eigenschaft, als natürliche Wunderwaffe gegen Hautinfektionen und -irritationen, trockene Stellen, Liegeschwielen und weitere Hautprobleme.

Einige Hundehalter schwören auf die Verwendung von Kokosöl gegen Flöhe und Zecken. Auch Kokosraspel sollen als Wurmprophylaxe wirken. Wissenschaftlich bewiesen ist das jedoch nicht.

Kurz gesagt: Dürfen Hunde Kokosnuss essen?

Ja, Hunde dürfen Kokosnuss in all ihren Variationen essen.

Das exotische Superfood liefert auch unseren Vierbeinern jede Menge gesunde Fettsäuren, Vitamine, Proteine, Ballaststoffe und Mineralien.

Vor allem Kokosraspel, -flocken und Kokosfett sind in der Hundeernährung schon lange bekannt und sehr beliebt.

Kokosfett kannst du auch zur äußerlichen Behandlung von trockener Haut, Schuppen, Hautinfektionen und Pilzen verwenden. Das erspart dir aber natürlich nicht den Gang zum Tierarzt!

Am Ende bleibt nur noch eine Frage offen: Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Hast du noch Fragen zur Fütterung von Kokosnuss? Dann schreib uns einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

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