Dürfen Hunde Eicheln essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen Hunde Eicheln essen?

Wer aufmerksam durch die Welt spaziert, findet am Wegesrand vielerlei Leckereien.

Vor allem im Herbst, wenn reife Nüsse den Boden küssen, stellen wir uns häufig die Frage, was davon essbar ist.

Gehören auch Eicheln zu einem nahrhaften Snack und vor allem: Dürfen Hunde Eicheln essen?

Was es mit der Nussfrucht des Eichenbaumes auf sich hat und ob dein Hund sie unterwegs knabbern darf, erfährst du in diesem Artikel.

Viel Spaß beim Lesen!

Kurz und Knapp: Dürfen Hunde Eicheln Essen?

Nein, Hunde dürfen keine Eicheln essen! Eicheln sind für Hunde äußerst giftig. Bereits eine mittlere Menge von fünf bis zehn Früchten reicht aus, um einen zehn Kilogramm schweren Hund zu töten. Die Symptome einer Vergiftung sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Fieber, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall etc. 

Eicheln haben in der Ernährung von Hunden nichts verloren. Sollte dein Hund bei einem Spaziergang aus versehen Eicheln gefressen haben, beobachte ihn gut und kontaktiere vorsichtshalber deinen Tierarzt. 

Inhaltsverzeichnis

Sind Eicheln gesund?

Paradox: Eicheln sind sowohl gesund als auch giftig. 

Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, Proteine und viele B-Vitamine. Allerdings sind Eicheln in rohem Zustand aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe ungenießbar. 

Bevor Eicheln verzehrt werden können, müssen sie also geschält, geröstet und gewässert werden, um die giftigen Tannine los zu werden. Nach einigen Tagen wässern, können die Eicheln getrocknet und weiterverarbeitet werden.

Schon Gewusst?

Vor allem in der Nachkriegszeit waren Eichel-Kaffee und Backwaren mit Eichelmehl, wie Brot, Kekse und sogar Pfannkuchen, eine beliebte Nahrungsquelle. 

Kann ich meinen Hund mit Eicheln füttern?

Davon raten wir dir auf jeden Fall ab! 

Auch wenn Eicheln auf den ersten Blick gar nicht so ungesund wirken, können Hunde auch nach der Verarbeitung der Nussfrucht nicht besonders viel mit ihnen anfangen.

Genauer gesagt: Eicheln nützen deinem Hund nichts und können ihm im schlimmsten Fall sogar schaden! 

Was passiert wenn Hunde Eicheln essen?

Wie so oft, macht auch hier die Menge das Gift.

Wenn dein Hund bei eurem Herbstspaziergang ausversehen eine Eichel gefressen hat, kann dies zu Bauchschmerzen und Durchfall führen. Auch ein Darmverschluss droht, wenn dein Hund eine Eichel im Ganzen verschluckt. 

Wirklich gefährlich wird es ab einer Menge von fünf bis zehn Früchten. Je nach Größe und Gewicht deines Hundes reichen aber auch schon weniger Eicheln aus, um ihm ernsthafte Probleme zu bereiten.

Die bitteren Gerbstoffe werden auch durch das Zerbeißen der Eichel freigesetzt, weshalb dein Hund nicht damit spielen sollte!

Die aufgebissene Eichel und die enthaltenen Tannine, können die Darmwand deines Hundes schwer beschädigen und eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) auslösen.

Viele Eicheln

Vergiftung durch Eicheln?

Mit der Kombination von Hund und Eichel ist definitiv nicht zu spaßen.

Es ist allerdings wahrscheinlich, dass dein Hund heruntergefallene Eicheln gar nicht erst aufnimmt. Oft wissen Hunde instinktiv, was ihnen gut tut und was nicht.

Tipp:

Wenn du beobachtet hast, dass dein Hund Eicheln gefressen hat, behalte ihn im Auge und kontaktiere im zweifelsfall lieber früher als später deinen Tierarzt.

Symptome einer Vergiftung beim Hund

So erkennst du, dass dein Hund etwas giftiges aufgenommen hat:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • (Magen-)krämpfe
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Durchfall (mit oder ohne Blut)
  • Schwäche
  • Apathie

Was sind eigentlich Eicheln und für wen sind sie gut?

Eicheln sind die Früchte der Eiche, dem in Deutschland am häufigsten vorkommenden Laubbaum.

Sie sind oval bis rund und etwa zwei bis drei Zentimeter groß. Charakteristisch ist die kleine Kappe, die die grün-braune Eichel auf einer Seite umhüllt.

In der freien Natur werden Eicheln vor allem von Wildtieren wie Hirschen, Rehen, Wildschweinen, Eichhörnchen, Siebenschläfern, Mäusen, Feldhamstern und dem Eichelhäher verzehrt. Aber auch Schweine und Ziegen können die kleine Nussfrucht bedenkenlos essen. 

Eicheln mit Tannenzapfen und Blättern

Dürfen Hunde Eichenblätter fressen?

Nein, Hunde dürfen keine Eichenblätter fressen.

Genau wie die Eichel, enthält sowohl das Eichenblatt als auch die Baumrinde Tannine, die bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Lasse deinen Hund also besser nicht auf Ästen oder Rinde der Eiche herum kauen!

Achtung:

Vor allem im Herbst, wenn viele Früchte von den Bäumen fallen, solltest du deinen Hund stets gut im Blick behalten. Auch herunter gefallene Kastanien und Tannenzapfen können gefährlich werden, wenn dein Hund darauf herum kaut oder sie sogar frisst.

Kurz gefasst: Dürfen Hunde Eicheln essen? 

Nein, Hunde dürfen keine Eicheln essen! 

Eicheln enthalten Gerbstoffe, genauer gesagt Tannine, die sowohl für uns Menschen als auch für Hunde ungenießbar und giftig sind.

Für den menschlichen Verzehr kann die Eichel zwar weiter verarbeitet werden, für Hunde ist sie in keiner Form geeignet. 

Achte darauf, dass dein Hund auf eurem Spaziergang keine Eicheln frisst. Dasselbe gilt für die Baumrinde und die Eichenblätter, welche ebenfalls giftige Tannine enthalten. 

Hast du noch Fragen zum Thema Hund und Eicheln? Dann schreib uns gerne einen Kommentar unter diesen Artikel.

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