Dürfen Hunde Rosenkohl Essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen Hunde Rosenkohl Essen?

Bei den kleinen Röschen scheiden sich die Geister, entweder du liebst sie oder du kämpfst schon beim bloßen Anblick der Kohlröschen mit deinem Würgereiz.

Wie sieht das bei Hunden aus? Dürfen Hunde Rosenkohl essen und mögen Hunde Rosenkohl überhaupt?

Ob Rosenkohl im Hundenapf Sinn macht oder ob du lieber darauf verzichten solltest, erklären wir dir in diesem Artikel.

Viel Spaß beim Lesen!

Kurz & Knapp: Darf Mein Hund Rosenkohl Essen?

Ja, Hunde dürfen Rosenkohl essen! Rosenkohl ist sehr gesund, wird aber nicht von allen Hunden gut vertragen. Bei einigen Hunden ruft Kohl Verdauungsbeschwerden wie Magenschmerzen, Durchfall und Blähungen hervor. Wenn dir diese Symptome nach der Fütterung von Rosenkohl auffallen, ist der Kohl für deinen Hund eher nicht geeignet.

Inhaltsverzeichnis

Ist Rosenkohl für Hunde schädlich?

Nein, Rosenkohl ist für Hunde generell nicht schädlich.

Kohl ist aber sehr wohl dafür bekannt, unangenehme Blähungen und weitere Verdauungsbeschwerden hervorzurufen.

Hier reagiert tatsächlich jeder Hund unterschiedlich. Wenn dein Hund andere Kohlsorten wie Brokkoli oder Wirsing gut verträgt, stehen die Chancen auch beim Rosenkohl gut. 

Immer Langsam Mit Den Kleinen Röschen:

Gib deinem Hund zunächst nur ein halbes bis ganzes Röschen und warte ab, ob er es gut verträgt. Ist das nicht der Fall, wird deine Nase es dir sagen und du wahrscheinlich freiwillig gerne auf die Fütterung von Kohl verzichten.

Frischer Rosenkohl

Rosenkohl, was ist das?

Rosenkohl ist ein Blattgemüse aus der Gattung der Kreuzblütler-Gewächse.

Er wird auch Sprossenkohl, Kohlsprossen, Brüsseler Kohl, Brüsseler Sprossen oder Brabanter genannt.

Genau genommen handelt es sich bei den Kohlröschen um Knospen, da sie nicht wie andere Kohlsorten als Kohlkopf aus dem Boden sprießen, sondern spiralförmig entlang eines bis zu einem Meter großen Stängels wachsen.

Nährstoffe von Rosenkohl

Rosenkohl ist ein hervorragender Nährstofflieferant! Schade, dass er nur zur gelegentlichen Fütterung für Hunde geeignet ist. 

Wenn du den Kohl gewissenhaft portionierst, kann dein Hund von seinen zahlreichen Inhaltsstoffen zehren: 

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin B6
  • Vitamin K
  • Ballaststoffe
  • Folsäure
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Mangan
  • Natrium
  • Kalzium
  • Kalium
  • Eisen

Wie darf ich meinem Hund Rosenkohl geben?

Es ist immer ratsam, Obst und Gemüse für dich und deinen Hund in Bio-Qualität zu kaufen. So futtert ihr beide keine giftigen Pestizide und andere Schadstoffe. 

Außerdem gehört Rosenkohl nicht täglich in den Napf, sondern eignet sich nur für eine gelegentliche Fütterung – vorausgesetzt, dein Hund verträgt Kohl generell gut.

Die Röschen sollten einwandfrei und saftig grün aussehen und vor dem Verzehr von deinem Hund gegart oder gekocht werden. Roh ist Rosenkohl für Hunde schwer verdaulich.

Zubereitungs-tipp:

Du kannst den Rosenkohl zwar auch als kleinen Snack zwischendurch geben, noch besser kann dein Hund die Nährstoffe aber verwerten, wenn du ihn gekocht und püriert mit unter seine Hauptmahlzeit mischt.

Gebratener Rosenkohl in Schale

Was geht mit Senföl im Kohl?

Alle Kohlsorten enthalten Senföl, so auch der Rosenkohl. Rosenkohl enthält sogar von allen Kohlsorten die größte Menge dieser Schwefel- und Stickstoffverbindungen, was ihn besonders gesund macht.

Senföl bzw. Senfölglykoside (heute Glucosinolate) tragen zu einer gesunden Darmaktivität bei und wirken außerdem entzündungshemmend und antibakteriell.

Darüber hinaus ist das Senföl verantwortlich für den leicht scharfen Geschmack von Rettich, Radieschen, Rosenkohl und Co. und ein wesentlicher Faktor dafür, dass du den Kohl nicht zu häufig verfüttern darfst.

Wie auch bei uns Menschen, verträgt der eine Hund Schärfe besser und der andere weniger gut. Taste dich hier langsam heran.

Dürfen Hunde rohen Rosenkohl essen?

Nein, roh ist der Kohl weder bekömmlich noch schmackhaft.

Roher Rosenkohl liegt auch deinem Hund schwer im Magen und kann zu Bauchschmerzen, Magenkrämpfen, Durchfall und Blähungen führen.

Dürfen alle Hunde Rosenkohl essen?

Ja, generell dürfen alle Hunde, die ihn gut vertragen, Rosenkohl essen.

Bei der Fütterung von Rosenkohl an Welpen solltest du jedoch besondere Vorsicht walten lassen, da der Verdauungstrakt von Welpen noch nicht vollständig ausgereift ist. Hier kann es bei Unachtsamkeit noch schneller zu unangenehmen Verdauungsbeschwerden kommen als bei adulten Hunden.

Ältere Hunde profitieren von den gesunden Inhaltsstoffen der Kohlröschen besonders! Gerade Knochen und Gelenke werden durch die entzündungshemmenden Eigenschaften des Kohls unterstützt.

Verursacht Rosenkohl Blähungen?

Ja, es stimmt dass Kohl heftige Blähungen verursachen kann.

Grund dafür ist die in großen Mengen enthaltene Substanz Isothiocyanat, welche als natürlicher Darmreiniger funktioniert.

Deshalb ist es bei dieser Gemüsesorte besonders wichtig, sie stets gewissenhaft zu füttern, was bedeutet:

  • in Maßen
  • gedämpft oder gekocht
  • bestenfalls püriert

Wenn dein Hund nach dem Verzehr von Rosenkohl viel pupst, sind das Zeichen dafür, dass die Menge zu groß war oder dein Hund den Kohl generell nicht gut verträgt. In diesem Fall solltest du die Menge anpassen oder komplett auf die Fütterung von Kohl verzichten.

Hund und Rosenkohl auf einen Blick:

Hunde dürfen Rosenkohl essen und viele Vierbeiner finden ihn sogar sehr lecker. Die Kohlröschen sind auch für unsere vierbeinigen Lieblinge sehr gesund!

Gewissenhaft gefüttert, profitiert dein Hund von den zahlreichen gesunden Inhaltsstoffen der kleinen Kohlsprossen.

Vor dem Verzehr von deinem Hund, solltest du den Kohl dämpfen oder kochen. Püriert kann dein Hund die Nährstoffe außerdem besser verwerten. 

Da Kohl bekannt dafür ist, Blähungen hervorzurufen, ist es wichtig auf eine angemessene Menge und stets einwandfreies und frisches Gemüse zu achten. 

Hast du noch Fragen zur Fütterung von Rosenkohl an deinen Hund? Dann schreib uns gerne einen Kommentar unter diesen Artikel.

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