_Dürfen Hunde Lakritze Essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen Hunde Lakritze Essen?

Lakritz oder auch Lakritze, das Wurzelextrakt des Echten Süßholzes, ist vor allem in Norden als Süßigkeit in vielen Formen und mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sehr beliebt! 

Ganz klar also, dass wir Hundehalter uns fragen, ob auch unsere Hunde Lakritze essen dürfen? Schließlich lieben wir es, mit ihnen zu teilen, was uns gut schmeckt – und sie lieben es auch!

Trotzdem dürfen unsere Fellnasen bei weitem nicht alles essen, was wir uns gerne gönnen. Ob Lakritze für deinen Hund klar gehen oder ob das gar nicht passt, erfährst du in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Darf Mein Hund Lakritze Essen?

Nein, dein Hund darf keine Lakritze essen! Lakritze enthalten sowohl Zucker als auch jede Menge Salz. Beides kann für Hunde lebensbedrohlich werden! Frisst dein Hund Lakritze, kann das zu einer tödlichen Salzvergiftung führen. Vor allem für Welpen und kleine Hunde verbirgt sich hier eine große Gefahr! 

Wenn dein Hund aus Versehen Lakritze gefressen hat, werden als erste Anzeichen einer Salzvergiftung Appetitlosigkeit, Übelkeit und Durchfall auftreten. In diesem Fall solltest du umgehend einen Tierarzt kontaktieren!

Inhaltsverzeichnis

Was steckt in Lakritze?

Für die Herstellung von Lakritz benötigt man neben Süßholzwurzeln auch Gelatine, Pektin, Agar-Agar, Fenchelöl, Stärke, Zuckersirup, Salmiak und weitere Aromen.

Die Extrakte der Süßholzwurzel werden gemeinsam mit den anderen Zutaten eingedickt und dann in die üblichen Lakritzformen gepresst.

Ein einfacher Blick auf die Inhaltsstoffe verrät, dass Lakritz für Hunde ein absolutes NO-GO sind!

Lakritz mit anderen Süßigkeiten auf einem Haufen

Was passiert wenn mein Hund Lakritz gefressen hat?

Dass du deinem Hund keine Lakritze zu fressen geben darfst, weißt du bereits. Bei unseren kleinen vierbeinigen Staubsaugern passiert es aber ab und an, dass sie etwas aufsaugen was nicht für sie gedacht war!

Hat dein Hund also ausversehen Lakritze gefressen, hängt es von der verzehrten Menge ab, was jetzt geschieht.

Bei einer kleinen Menge Lakritz wird dein Hund wahrscheinlich “nur” Durchfall und Bauchweh bekommen. Diese Symptome klingen in der Regel schnell wieder ab. Behalte deinen Hund unter Beobachtung!

Bei einer größeren Menge Lakritz wird die Sache schon gefährlicher, denn das kann zu folgenden Beschwerden führen:

  • Ungleichheiten im Wasser-Elektrolyt-Haushalt
  • Übersäuerung und Vergiftungen
  • Blutdruckbeschwerden
  • Wassereinlagerungen
  • Nierenversagen
  • Muskelschwäche bis Muskelabbau
  • Herzrhythmusstörungen

Achtung:

Wenn dein Hund große Mengen an Lakritz verzehrt hat, solltest du nicht zögern sondern umgehend einen Tierarzt kontaktieren! Der Verzehr von Lakritz und anderen Süßigkeiten kann im schlimmsten Fall den Tod deines Haustieres bedeuten! 

Vorsicht, ziemlich salzig!

Der hohe Salzgehalt von Lakritz ist besonders schädlich für deinen Hund. Neben der Gefahr einer schnellen Dehydrierung, zeigt sich eine Salzvergiftung folgendermaßen:

  • Fieber
  • Durchfall
  • Schwäche
  • Nervosität
  • Muskelzittern
  • Krampfanfälle
  • Ruhelosigkeit
  • Erhöhte Atemfrequenz
  • Herzrasen und Herzrythmusstörungen

Dass damit nicht zu spaßen ist, ist eigentlich überflüssig zu erwähnen aber weil so wichtig, hier nochmal ausdrücklich:

Eine große Menge an Salz und/oder kann deinen Hund töten!

Prävention – Gib Lakritze keine Chance!

Um deinen Hund in Sicherheit zu wissen, gibt es eine einfache Regel, die du befolgen solltest:

Bewahre Süßigkeiten immer außer Reichweite deines Hundes auf!

C’est ça!

Lakritz auf einem Tisch

Lakritz mit Xylit – GO or NO?

Super hip und trendy sind Süßigkeiten in deren Herstellung der Süßstoff Xylit (Birkenzucker) anstelle von Zucker verwendet wird. Xylit ist oft in “zuckerfreien” Lakritz enthalten.

Lakritze sind auch mit Zucker für deinen Hund sehr gefährlich. Enthalten sie allerdings Xylit und dein Hund bedient sich daran, kann das für ihn schnell das Ende bedeuten.

Xylit ist für uns Menschen unbedenklich. Bei Hunden führt der Birkenzucker zu einer übermäßigen Ausschüttung von Insulin und infolgedessen einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels

Bereits eine sehr geringe Menge Xylit kann tödlich sein!

Dürfen Hunde Süßholz raspeln?

Na aber klar doch! Auf jeden Fall wenn man den Satz in seiner eigentlichen Bedeutung versteht: uns in auffallender Weise schmeicheln ist wohl die Königsdisziplin unserer Hunde – natürlich dürfen sie das!

Aber auch ungeraspelt dürfen Hunde Süßholz naschen. Genauer gesagt, die Süßholzwurzel und damit Hauptbestandteil von Lakritz – nur eben ohne all das andere Gedöns! 

Süßholzwurzeln sind für Hunde sehr gesund, wenn sie gewissenhaft gefüttert werden! Trotzdem stellen auch sie keinen Hauptbestandteil in der Ernährung unserer Hunde dar.

Das Wichtigste zur Frage “Dürfen Hunde Lakritze essen?”

Nein, Hunde dürfen keine Lakritze essen! 

Das einzige, was an Lakritz für Hunde ungefährlich ist, ist die Süßholzwurzel, aus der sie hergestellt werden. Fast alle anderen Inhaltsstoffe wie Agar-Agar, Pektin, Zuckersirup oder Salmiak sind für Hunde schädlich bis lebensgefährlich! 

Deshalb musst du Lakritze sowie andere Süßigkeiten immer außer Reichweite deiner Hundeschnauze aufbewahren.

Die Süßholzwurzel an sich ist für Hunde unbedenklich und sogar gesund. Anstelle von Lakritz, solltest du dich noch einmal genauer mit dem Echten Süßholz beschäftigen. Das darf nämlich schon ab und zu in den Hund!

Du bist dir unsicher oder hast noch Frage zum Thema “Dürfen Hunde Lakritze essen”? Dann schreib uns einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

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