Dürfen Hunde Zucchini essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen Hunde Zucchini essen?

Viele gängigen Obst- und Gemüsesorten sind auch für die Ernährung unserer Vierbeiner geeignet. Andere widerum sind für Menschen unbedenklich, können unseren Hunden jedoch schwer schaden.

Du fragst dich also, ob Hunde auch Zucchini essen dürfen?

Welche Vor- und Nachteile Zucchini für deinen Hund hat und worauf du bei der Fütterung achten musst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Kurz und Knapp: Darf mein Hund Zucchini essen?

Ja, Hunde dürfen Zucchini essen! Allerdings kommt es darauf an, woher die Zucchini stammt. Handelsübliche Zucchini, welche nicht bitter schmeckt, ist für Hunde ungefährlich. Selbst angebaute Zucchini enthält in der Regel zu große Mengen des Bitterstoffes Cucurbitacine, welcher für Hunde sehr gefährlich sein kann.

Neben dem Bitterstoff Cucurbitacine enthält Zucchini auch das Zellgift Malonsäure. Diese befindet sich unter der dunkelgrünen Schale der Zucchini und kann einfach durch schälen entfernt werden.

Inhaltsverzeichnis

Ist Zucchini für Hunde gesund?

Ja, Zucchini enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, von denen auch dein Hund profitiert. Außerdem mögen viele Hunde Zucchini sehr gerne.

Das grüne Kürbisgewächs ist leicht verdaulich und kalorienarm, zudem wirkt die Zucchini entwässernd und entschlackend.

Diese Vitamine stecken in der Zucchini:

  • Vitamin A
  • Vitamin B1
  • Vitmain B2
  • Vitamin B6
  • Vitamin C

Diese Mineralien und Spurenelemente stecken in der Zucchini:

  • Phosphor
  • Kalzium
  • Natrium
  • Kalium
  • Kupfer
  • Eisen
  • Zink
Zucchini

Wann ist Zucchini für Hunde gefährlich?

Wenn sie bitter schmeckt ist die Zucchini für Hund und Mensch ungenießbar! 

Das liegt an dem enthaltenen Bitterstoff Cucurbitacine. Dieser wurde bei handelsüblichen Zucchinis, Gurken und Speisekürbissen heraus gezüchtet. 

Zierkürbisse enthalten eine hohe Konzentration des Bitterstoffes. Wenn du Zierkürbisse in direkter Nähe zu Zucchinis im Garten anpflanzt, können gefährliche Kreuzungen entstehen.

Für Hund und Mensch gilt hier gleichermaßen: Zucchini und anderes Gemüse, welches Cucurbitacine enthält, ist nicht nur ungenießbar, sondern kann sogar tödliche Folgen haben!

Ebenfalls nicht unbedenklich ist der Giftstoff Malonsäure, welcher sich in der Zucchini-Schale befindet. Dazu später mehr im Text.

Tipp:

Wenn du dir unsicher bist, woher die Zucchini in deiner Hand stammt, probiere anhand eines kleinen Stückes, ob sie bitter schmeckt. Wenn ja, ist die Zucchini nicht zum Verzehr geeignet!

Wie kann ich meinem Hund Zucchini füttern?

Die leckere Zucchini ist eine wertvolle Ergänzung zur täglichen Hauptmahlzeit deiner Hundeschnute.

Du kannst sie entweder gekocht, leicht gedünstet oder sogar roh an deinen Hund verfüttern. 

In jedem Fall solltest du die Zucchini vor der Fütterung pürieren. Erst durch das Pürieren von Obst und Gemüse, kann dein Hund die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen und verwerten. 

Vor dem Verzehr durch deinen Vierbeiner solltest du die Zucchini außerdem schälen, da sich in der dunkelgrünen Schale ein Zellgift namens Malonsäure befindet. 

Achte darauf, dass du ausschließlich reifes Gemüse an deinen Hund verfütterst. Bestenfalls biologisch angebaut!

Zucchini enthält giftige Malonsäure

Als wäre der Bitterstoff Cucurbitacin nicht schon Gefahr genug, kommt die Zucchini häufig mit einem weiteren Giftstoff daher.

Die toxische Malonsäure befindet sich in der dunkelgrünen Schale der Zucchini, weshalb du sie für deinen Hund auf jeden Fall schälen solltest.

Deine Zucchini ist gelb? 

Top! 

Gelbe und hellgrüne Zucchinis enthalten in der Regel keine Malonsäure und sind ebenfalls zur Fütterung geeignet.

Gut zu Wissen:

Auch wenn gelbe und hellgrüne Zucchinis normalerweise keine Malonsäure enthalten, ist es immer ratsam die Zucchini für deinen Hund zu schälen! So umgehst du die Gefahr von gesundheitlichen Problemen durch die toxische Säure.

Zucchini

Fütterungsempfehlung auf einen Blick

  • ausschließlich Zucchini, die nicht bitter schmeckt
  • gerne hellgrüne oder gelbe Zucchini
  • roh oder gedünstet
  • in Maßen
  • geschält
  • püriert

Cucurbitacine-Vergiftung beim Hund

Dein Hund hat ausversehen an einer bitteren Zucchini geknabbert?

Wenn dir folgende Symptome bei deinem Liebling auffallen, musst du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bewegungsstörungen
  • Starkes Speicheln
  • Desorientierung
  • Magenkrämpfe
  • Muskelzittern
  • Schwäche
  • Durchfall

Achtung:

Mit einer Vergiftung durch den Bitterstoff Cucurbitacine ist nicht zu spaßen! Der hitzebeständige Stoff kann insbesondere bei kleinen, alten oder kranken Hunden schnell das Ende bedeuten.

Dürfen Hunde Zucchini essen? Das Wichtigste in Kürze

Ja, Hunde dürfen Zucchini essen, wenn sie:

  • frei vom Bitterstoff Cucurbitacine ist (teste anhand eines kleinen Stückes, ob die Zucchini bitter schmeckt)
  • roh oder gedünstet und in jedem Fall püriert gefüttert wird
  • geschält wird, damit keine giftige Malonsäure aus der Schale in den Hund gelangt
  • vollständig reif ist

Aus handelsüblicher Zucchini wurde der Bitterstoff Cucurbitacine heraus gezüchtet, weshalb sie für den menschlichen und hündischen Verzehr überhaupt bekömmlich ist.

Selbst gezogene Zucchinis aus dem Garten enthalten den Bitterstoff, welchen du durch einen Geschmackstest deutlich erkennst, oft in großen Mengen.

Cucurbitacine kann sowohl für Menschen als auch für Hunde tödlich sein!

Du bist dir unsicher, wie du deinem Hund Zucchini füttern darfst? Schreib uns gerne deine Fragen unter diesen Artikel!

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