Dürfen Hunde Bohnen essen
Jesse Reimann

Jesse Reimann

Dürfen Hunde Bohnen essen?

Du stellst dir die Frage, ob Hunde Bohnen essen dürfen?

Dass die Fütterung von Hülsenfrüchten mit besonderer Vorsicht zu genießen ist, ist dir schon mal zu Ohren gekommen? 

Das stimmt!

Ob Bohnen trotzdem zur Fütterung für deinen Hund geeignet sind und wie du sie am besten fütterst, erklären wir dir in diesem Artikel.

Kurz & Knapp: Darf mein Hund Bohnen essen?

Ja, Hunde dürfen Bohnen essen! Allerdings sind rohe Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Linsen sowohl für uns Menschen als auch für unsere Hunde schädlich. Ungekocht enthalten sie den Stoff Phasin, welcher für Hunde unverträglich ist.

Du darfst deinem Hund also Bohnen und andere Hülsenfrüchte nur in gekochter Form füttern.

Inhaltsverzeichnis

Bohne & Hund: worauf muss ich achten?

Bohnen eignen sich nur unter bestimmten Bedingung zur Fütterung für deinen Hund. 

Roh ist die Bohne nicht nur für uns Menschen ungenießbar, sondern ebenfalls für die meisten Tiere.

Du kannst das giftige Eiweiß Phasin in der Bohne durch kochen zerstören und deinem Hund die gegarten Bohnen geben. 

So einfach kann es sein!

Ergo: 

Nur gekochte Bohnen darfst du in Maßen an deinen Hund verfüttern. Sie sollten jedoch generell keinen Hauptbestandteil in der Ernährung von Hunden darstellen.

Bohnenfeld

Welche Bohnen dürfen Hunde essen?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Bohnen. 

Diese hier sind GEKOCHT auch für den Verzehr von deinem Hund geeignet:

  • Grüne Bohnen
  • Weiße Bohnen
  • Schwarze Bohnen
  • Kichererbsen
  • Kidneybohnen
  • Edamame (Sojabohnen)

Sind Bohnen für Hunde gesund?

Jo, sehr gesund! Bohnen sind ein guter Energielieferant und stecken voller wertvoller Proteine. 

Sie liefern reichlich Vitamin A, B und C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Eisen, Selen, Fluor, Zink und Magnesium.

Vor allem die Vitamine der B-Gruppe sind, bis auf B12, in großen Mengen in Bohnen enthalten.

Achtung:

Auch wenn Bohnen in gekochtem Zustand durchaus von Hunden verzehrt werden dürfen, solltest du mit der Gabe immer sparsam sein. Es steckt viel Wahrheit in dem Satz: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen!

Welche Gefahr steckt in Bohnen?

Zu viele Bohnen können schlimme Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt von Hunden haben!

Genau wie bei uns Menschen, kann ein übermäßiger Verzehr des grünen Gemüses zu folgenden Symptomen führen:

  • Starke Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Erbrechen

Generell schaden Bohnen deinem Hund nicht, solange du sie gewissenhaft fütterst und nicht eine Bohne nach der anderen in deinen Hund schiebst.

Was ist bei der Fütterung von Bohnen zu beachten?

Du darfst deinem Hund ausschließlich gekochte Bohnen füttern!

Achte darauf, dass du frisches Gemüse kaufst, welches frei von Pestiziden und anderen Schadstoffen ist.

Du kannst auch tiefgekühlte Bohnen gekocht an deinen Hund verfüttern.

Wahrscheinlich ist die Fütterung von Bohnen für dich nur interessant, wenn du deinen Hund nach der Barf-Methode ernährst. Hier macht etwas Abwechslung im Napf auf jeden Fall Sinn!

Gut zu Wissen:

Eine ausgewogene Ernährung für Hunde besteht sowohl aus Fleisch und Fisch als auch aus Gemüse und Obst. Hier solltest du abwechslungsreiche und sorgfältig ausgewählte Sorten füttern. Bohnen eignen sich nur zur gelegentlichen Beigabe im Napf.

Frisch gewaschene Bohnen

Dürfen alle Hunde Bohnen essen?

Tatsächlich nicht. 

Hunde, die purinarm ernährt werden müssen, dürfen keine Bohnen essen.

Wusstest du, dass Dalmatiner durch einen Gendefekt kein Purin abbauen können? Dies kann zu Harnstein und Nierenproblemen führen, weshalb Dalmatiner unter keinen Umständen Hülsenfrüchte essen dürfen.

Auch für Welpen, deren Verdauungstrakt sich noch im Aufbau befindet, sind Hülsenfrüchte eher nicht zu empfehlen, da schwer verdaulich.

Böhnchen und Tönchen

Ja, es stimmt. Böhnchen machen Tönchen.

Du solltest also zum Schutz deiner Nase und des Hundemagens mit den Böhnchen besonders vorsichtig sein!

Zu große Mengen an Bohnen können bei deinem Hund nicht nur unangenehme Blähungen, sondern auch gefährliche Verstopfungen verursachen.

Dürfen Hunde Bohnen aus der Dose essen?

Dosenbohnen sind für die Fütterung deines Hundes eher ungeeignet. 

Warum?

Weil der Bohne in der Dose Konservierungsmittel und Natrium hinzugefügt werden, was dem Verdauungssystem von Hunden schaden kann.

Tipp:

Greife wenn möglich immer auf frisches Obst und Gemüse zurück. Auch tiefgekühlte Bohnen kannst du nach dem Kochen verfüttern. Wichtig ist, dass das Obst und Gemüse immer  absolut reif ist!

Bohnen aus dem Garten?

Cool, dass du selbst Gemüse anbaust!

Bohnen sind auch dabei?

Bitte halte deinen vierbeinigen Erntehelfer davon ab, die Bohnen zu pflücken. Das kann sonst gefährlich werden!

Bohnen dürfen ausschließlich in den Hund, wenn sie vollständig durchgegart sind!

Dein Hund hat ausversehen rohe Bohnen gegessen?

Du hast den kleinen Dieb dabei beobachtet, wie er ein paar rohe Bohnen stibitzt hat?

Dann hast du die Schuhe hoffentlich schon an und dein Fellkind unter den Arm geklemmt! In diesem Fall solltest du direkt zu einem Tierarzt fahren, bevor es deinem Hund schlecht geht – und das wird es mit großer Wahrscheinlichkeit!

Eine Vergiftung durch Hülsenfrüchte kann zu Bauchschmerzen, Krämpfen, Durchfall, Fieber und blutigem Stuhl führen!

Also Hopp Hopp, keine Zeit zu verlieren!

Kurz gesagt: Dürfen Hunde Bohnen essen?

Ja, Hunde dürfen Bohnen unter bestimmten Voraussetzungen essen!

  • frisch oder tiefgefroren
  • ausschließlich gekocht!
  • gelegentlich und nur in kleinen Mengen

Rohe oder zu große Mengen an Bohnen können deinem Hund Bauchschmerzen und fiese Blähungen bereiten.

Achte beim Kauf von Obst und Gemüse für dich und deinen Hund auf gute Qualität!

Hast du noch Fragen zur Fütterung von Bohnen? Dann schreib uns einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

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